Angelo und Kaśka Nasprato haben sich im Lokal kennengelernt. Foto: Sabrina Höbel

Es war ein Vanilleeis mit Erdbeeren, das Angelo und Kaśka Nasprato zusammenbrachte. Seitdem leiten die beiden das Restaurant Masaniello auf der Waldau in Degerloch. Wir haben die beiden getroffen und uns die Geschichte erzählen lassen.

Degerloch - Es war ein Vanilleeis mit Erdbeeren, das das Wirtepaar Angelo und Kaśka Nasprato zusammenbrachte. Vor gut elf Jahren hatte es sich Kaśka Nasprato im hinteren Teil des Ristorante Masaniello auf der Waldau gemütlich gemacht und ihr Eis gelöffelt, daran erinnert sie sich noch genau. Dass sie dabei zufällig ihren heutigen Mann kennenlernen würde, hat sie damals nicht geahnt. Nach dem ersten Treffen hat das Paar nicht lange gefackelt: „Ein paar Monate später haben wir geheiratet“, sagt Angelo Nasprato.

Seit dem Jahr 2006 leiten die beiden das Degerlocher Lokal gemeinsam. Kaśka Nasprato kümmert sich im Service um die Kundschaft, während Angelo Nasprato am Herd steht und die Speisen zubereitet. Sechs Mitarbeiter greifen den beiden dabei unter die Arme; so gut wie alle sprechen Italienisch. Pizza, Pasta, Fisch oder Calamari, die besonders gern bestellt werden, stehen auf der Speisekarte. „Wir wollen auf 360 Grad alle Geschmäcker abdecken.“ So drückt es Angelo Nasprato aus.

Die Kinder machen Sport im Verein

Das Masaniello ist das Vereinslokal des FV Germania Degerloch. Die beiden Kinder der Naspratos machen dort Sport. Die Eltern haben dafür keine Zeit, sie verpflegen die Fußballer, Nordic Walker, Turner und Pilatessportler, die zum Essen oder auf ein Getränk vorbeikommen.

Angelo Nasprato ist Vollblutitaliener. Er kommt ursprünglich aus Neapel. Dort beendete er als junger Mann seine Kochausbildung. In Italien kam er viel herum. In der Toskana, am Gardasee oder auf Elba stand er als Koch und Pizzabäcker in der Küche. Der Traum vom eigenen Restaurant war in ihm schon immer vorhanden. „Wenn man diesen Beruf gemacht hat, seitdem man jung ist, kann man sich nichts anderes vorstellen – logisch“, sagt Angelo Nasprato. Mit der Selbstständigkeit geklappt hat es jedoch erst in Deutschland.

In den 80er Jahren lebte Angelo Nasprato für vier Jahre in Sindelfingen (Kreis Böblingen), seine Schwester hatte schon länger ihren Wohnsitz dorthin verlegt. Von ihr kam der Tipp, dass in Degerloch ein Restaurant frei wird. „Mir hat die Lage im Grünen gefallen, nicht weit weg von der Stadt, aber auch nicht direkt in der Stadt“, erinnert sich der Wirt. Im Jahr 2005 leitete er das Restaurant zunächst alleine, ein Jahr später kam Kaśka Nasprato dazu, die zuvor noch ihr Studium in ihrer Heimat Polen beendete.

Den ein oder anderen Traum hat das Paar noch

Von ihrer Wohnung direkt über dem Lokal hat es das Paar nicht weit zur Arbeit. Manchmal dürfen die Kleinen mitkommen und bekommen einen großen Teller Nudeln. „Wir versuchen, so viel Zeit wie möglich mit unseren Kindern zu verbringen“, sagt Angelo Nasprato. Doch auch das dritte Kind, das Masaniello, will eben versorgt werden. Die Naspratos verbringen beinahe jeden Tag – außer am Ruhetag Montag – bis zum späten Abend in der Gaststätte.

Was mit Vanilleeis und Erdbeeren anfing, hat sich zu einem eingespielten Team entwickelt. Kaśka und Angelo Nasprato fühlen sich wohl in ihrem Lokal. Den einen oder anderen Traum wollen sie sich aber noch erfüllen. Eine beheizte Winterterrasse steht dabei ganz oben auf der Liste.

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