Sind die Scheiben im Winter vereist, ist das Freikratzen Pflicht! Und mit dem passenden Eiskratzer und Handschuhen kein Problem. Wie Autofahrer gut durch die kalte Jahreszeit kommen, lesen Sie hier! Foto: Shutterstock/Olaf Naami

Frostschutz, Eiskratzer und warum ein Paar warme Handschuhe im Kofferraum nicht fehlen sollten: Wir geben Tipps, wie man als Autofahrer gelassen durch die klirrende Kälte fährt.

Stuttgart - Wer sicher auf Schnee und Eis unterwegs sein will, muss sein Auto für die Kälte rüsten. Denn nicht nur die richtige Bereifung und der Frostschutz in der Scheibenwischanlage gehören in der kalten Jahreszeit zum Standard für Autofahrer. Auch die Überprüfung der Scheibenwischer, des Kühlwassers und des einsatzfähigen Eiskratzers sollten in der kalten Jahreszeit zum Check-up gehören.

Lesen Sie hier, wie Sie das Auto fit für den Winter machen:

1 - Nur mit Winterreifen fahren

Die Faustregel besagt: Von Oktober bis Ostern sollten die winterlichen Pneus aufgezogen werden. Darauf achtet seit 2010 auch die Polizei. Wird man bei winterlichen Straßenverhältnissen - also bei Eis-, Reif- oder Schneeglätte - mit Sommerreifen angehalten, kostet das 60 Euro Bußgeld und einen Punkt in Flensburg. Wird man gar in einen Unfall verwickelt, sind zusätzlich zu einem Punkt in Flensburg gleich 120 Euro fällig. Auch läuft man Gefahr, dass die Kfz-Versicherung unter Umständen ihre Kasko-Leistungen kürzt oder gar ganz verweigert.

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Denn nur die Winterpneus sorgen für den nötigen Grip auf der vereisten oder schneebedeckten Fahrbahn. Ungefähr alle fünf Jahre  - das kann je nach gefahrenen Kilometern variieren - sollten neue Winterreifen angeschafft werden. In jedem Fall sollte das Profil nicht unter vier Millimetern betragen.

2 - Frostschutzmittel einfüllen 

Wer einen Motorschaden durch Eis vermeiden möchte, sollte ein handelsübliches Frostschutzmittel zum Kühlwasser geben.

3 - Für guten Durchblick sorgen 

Eine Abdeckfolie, die am Abend über die Frontscheibe gebreitet wird, spart am Morgen so manche Kratzminute! Dennoch ist in der kalten Jahreszeit ein Eiskratzer im Auto unverzichtbar. Praktisch sind Modelle mit einem langen Handgriff, um alle Stellen der Scheibe mühelos erreichen zu können. Für den Rundumblick die Seitenfenster nicht vergessen! Wer sich kalte Finger ersparen möchte, sollte sich einfach ein Paar alte Handschuhe mit ins Auto legen.

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Für bequemere Zeitgenossen kann ein Enteisungsspray einen Teil der Arbeit übernehmen. Bei Schneefall ist ein Handfeger für das schnelle Abkehren der weißen Haube nützlich.

Wird man nur mit einem "Guckloch" in der vereisten oder verschneiten Frontscheibe von der Polizei angehalten, kann das ein Bußgeld von zehn Euro zur Folge haben. Auch das Dach des Wagens und die Autokennzeichen müssen von der Schneeschicht befreit werden.

4 - Gummi der Wischer überprüfen

Ist man bei Schneefall unterwegs, sollte man sich auf die Scheibenwischer verlassen können. Also, lieber noch einmal den Zustand der Gummis überprüfen und bei Bedarf spröde gewordene Wischer rechtzeitig austauschen.

5 - Nicht nur sehen, auch gesehen werden 

Auch wenn man selbst den vollen Durchblick hat, für andere Verkehrsteilnehmer muss das eigene Auto in der dunklen Jahreszeit ebenso gut erkennbar sein! Daher sollte man die Lichtanlage des Autos überprüfen und bei Schneefall grundsätzlich das Abblendlicht einschalten.

Fährt man bei Schneefall ohne Licht wird man von den Ordnungshütern ebenfalls zur Kasse gebeten: In Ortschaften kostet es 25 Euro, außerorts 60 Euro plus einen Punkt in Flensburg.

6 - Was man noch tun kann 

Das Einfetten der Türschlösser und das Überprüfen der Batterie sind keine zwingenden Maßnahmen, können aber nach sehr strengen Winternächten vor bösen Überraschungen am Morgen schützen. Auch eine warme Decke oder Jacke im Auto können im Falle einer Panne gute Dienste leisten.

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