Die Stadtwerke Stuttgart wollen fünf Windräder im Kreis Böblingen bauen. Das Planungsverfahren ist allerdings noch ganz am Anfang
Die Stadtwerke Stuttgart haben von der baden-württembergischen Forstverwaltung (ForstBW) die Erlaubnis erhalten, einen landeseigenen Standort in Jettingen für die Windenergie zu nutzen. Der ausgewiesene Standort befindet sich nordöstlich des Umspannwerks Oberjettingen. Der Zuschlag bedeutet, dass die Stadtwerke Stuttgart nun Untersuchungen und Gutachten einholen und ein Genehmigungsverfahren einleiten dürfen.
Ganz am Anfang des Verfahrens
„Wir sind hier wirklich ganz am Anfang des Genehmigungsverfahrens“, sagt Karoline von Graevenitz, die Pressesprecherin der Stadtwerke. Man fange jetzt erst mit dem Artenschutzgutachten an, anschließend werde es genauere Windmessungen geben. Peter Drausnigg, der Technische Geschäftsführer der Stadtwerke Stuttgart, freut sich über diese Möglichkeit, als kommunaler Energieversorger die Klimaziele des Landes voranbringen zu können: „Wichtig ist uns, das Projekt im engen Dialog mit den anliegenden Kommunen und ihren Bürgerinnen und Bürgern zu realisieren.“ Martin Rau, Kaufmännischer Geschäftsführer, ergänzt: „Wir sind stolz, uns als 100 Prozent kommunales Unternehmen gegen eine starke Konkurrenz durchgesetzt zu haben. Ein erster Schritt ist getan. Wenn die Anlagen genehmigt werden, leisten sie einen großen Beitrag für den Klimaschutz in der gesamten Region.“
Fünf Anlagen wären möglich
Nach dem Stand der Planungen wären an dem Standort fünf Windkraft-Anlagen mit einer Gesamtleistung von 36 Megawatt möglich. Das entspricht dem Bedarf von rund 33 000 Durchschnittshaushalten im Jahr. Drausnigg betont: „Das ist ein wichtiger Schritt für das Gelingen der Energiewende bei uns im Süden und auf dem Weg zur autonomen Energieversorgung in Deutschland.“