Die Hafner-Baustelle in Wimsheim schreitet voran, die Anhänger sehen ihr Ziel erreicht. Foto: Andreas Gorr

Die Anhänger der Pforzheimer Goldscheideanstalt C. Hafner stellen ihre Aktivitäten ein. Das teilt Joachim Kurz jetzt mit. „Nimmt man das Ergebnis der Gemeinderatswahl, so ist festzustellen, dass die Gegner über 2000 Stimmen weniger bekommen haben, also in der Minderheit sind“, erklärt er.

Wimsheim - Die Anhänger der Pforzheimer Goldscheideanstalt C. Hafner stellen ihre Aktivitäten ein. Das teilt Joachim Kurz jetzt mit. „Nimmt man das Ergebnis der Gemeinderatswahl, so ist festzustellen, dass die Gegner über 2000 Stimmen weniger bekommen haben, also in der Minderheit sind“, erklärt er. Daher sieht die Interessengemeinschaft für Wimsheim (IWF) ein Votum für die Hafner-Ansiedlung, ihre Arbeit sei damit erledigt. Die Gruppe will ihre Homepage „einfrieren".

IFW: Mehrheit für Hafner bei Wahl

Ausführlich beschäftigt sich die IFW mit dem Ergebnis der Wahl, bei der die Kandidaten der Freien Wähler und der Bürger für Wimsheim (BfW) erneut angetreten sind, die Hafner-Gegner sich in den Listen der BI und in „Wimsheim Miteinander“ organisiert hätten. FWV und BfW haben zusammen 10 499 Stimmen erzielt, BI und WM zusammen 8334. Daraus errechnen die Hafner-Anhänger die 2000 Stimmen.

Dieses Resultat könne man wie das Ergebnis einer Bürgerbefragung zu Hafner nehmen, erklärt die IFW: „So wie es die Projektgegner vor der Wahl ja mehrfach und überdeutlich propagiert haben.“ Daher sei die Gemeinderatswahl eine Unterstützung für die Goldscheideanstalt. „Wir hätten uns natürlich eine andere Zusammensetzung des Gemeinderates gewünscht“, sagt die IFW dazu, dass fünf von zwölf Räten nun Hafner-Gegner sind.

Appell an die Hafner-Gegner

Ihre eigene Aufgabe sehen die Freunde der Gewerbeansiedlung allerdings als erledigt an. „Es war und bleibt unser Ziel, nicht die Gemeindepolitik im Ganzen zu begleiten, sondern die Zukunft von Wimsheim zu stärken“, erklärt Joachim Kurz. Es gehe der Gruppe darum, die Hafner-Ansiedlung zu unterstützen. „Und zwar weder im Auftrag noch am Gängelband der Firma Hafner oder politischer Kräfte“, heißt es.

Weiterhin hoffen die Anhänger der Pforzheimer Firma, dass die Gegner nun auch das Wahlergebnis und die Verträge respektieren: „Wir sind gespannt, ob und wie die neuen Mandatsträger den oft beschworenen Dorffrieden wieder herstellen, oder ob sie die Gräben im Ort vertiefen.“

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