Aus einem Schornstein in Wimsheim dringt gelber Rauch, die Feuerwehr ist im Großeinsatz. Foto: privat

Im Innenhof einer Industrie-Rohrreinigungsfirma in Wimsheim ist es zu einer chemischen Reaktion gekommen. Es handelt sich entgegen erster Gerüchte nicht um die Goldscheideanstalt C. Hafner. Die Feuerwehr ist im Großeinsatz, und sperrt das Gelände sicherheitshalber zusammen mit der Polizei weiträumig ab.

larm für die Feuerwehren aus Wimsheim und Mönsheim am Donnerstagnachmittag: Gelbe Rauchwolken steigen über einer Firma im Gewerbegebiet gegen 16 Uhr auf. „Wir sind mit 50 Mann sofort vor Ort gewesen“, berichtet der Kommandant Axel Heinstein. Es handelt sich um ein Unternehmen, das professionell Industrie-Rohre reinigt. Entgegen ersten Gerüchten handelt es sich dabei nicht um die Firma C. Hafner.

Im Innnehof der Firma wurde in einem Wannenbad offenbar ein Rohr mit einer chemischen Lösung gesäubert, als es zu einer chemischen Reaktion kam, die außer Kontrolle geraten ist. „Wir haben sofort eine 100-Meter-Sperrzone errichtet und die Menschen aus den umliegenden Gebäuden evakuiert“, berichtet der Feuerwehrchef. Die Polizei hat bei der Absperrung des Geländes geholfen, wie ein Sprecher bestätigt. Die Feuerwehr hat mit Wasser die Dämpfe niedergeschlagen. „Das hat sehr gut funktioniert“, sagt Heinstein.

Gleichzeitig wurden laufend Messungen vorgenommen, auch im gesamten Ortsgebiet von Wimsheim – die keine Gefährdung ergeben haben.  Dennoch wurden vorsichtshalber Radiodurchsagen gemacht, um Personen von dem Rauch fern zu halten. Die Bewohner Wimsheims wurden gebeten, Fenster und Türen geschlossen zu halten. „Wir haben alle evakuierten Personen ärztlich untersucht, es gab keine Beeinträchtigungen“, sagt Heinstein.So konnte gegen 18.30 Uhr Entwarnung gegeben werden, die Reaktion bildete sich zurück, die Radiodurchsagen wurden eingestellt und die Sperrzone verkleinert. Zur genauen Ursache konnte die Feuerwehr noch keine Angaben machen

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