Die City-Streife soll die Sicherheit in Wimsheim erhöhen. Foto: nh

Die Mitarbeiter des privaten Sicherheitsunternehmens stoßen bei ihren Streifzügen durch die Kommune nicht selten auf Sachbeschädigungen. Und auf Jugendliche, die Alkohol konsumieren und mit ihren Hinterlassenschaften den Ort vermüllen.

Wimsheim - Über mangelnde Arbeit können sich die in Wimsheim tätigen City-Streife-Mitarbeiter nicht beklagen. Bei der jüngsten Sitzung des Gemeinderats wurde daher auf Empfehlung der Gemeindeverwaltung auch beschlossen, die Dienste der City-Streife auch im kommenden Jahr für monatliche Nettokosten von 455 Euro in Anspruch zu nehmen. Denn nicht nur der Bürgermeister Mario Weisbrich ist fest davon überzeugt: „Der Einsatz der City-Streife hat sich ,leider’ bewährt.“

Leider, da die Mitarbeiter des privaten Sicherheitsunternehmens bei ihren unregelmäßigen Kontrollbesuchen in Wimsheim immer wieder mit Situationen konfrontiert würden, bei denen Fingerspitzengefühl und auch Durchsetzungsvermögen gefordert sei. „So werden die Mitarbeiter häufig auf Jugendgruppen treffen, die nicht nur erhebliche Mengen Alkohol konsumieren, sondern mit ihren Hinterlassenschaften auch den Ort an verschiedenen Plätzen vermüllen“, wie der zuständige Bereichsleiter berichtete.

Anderthalb Stunden sind die Mitarbeiter der City-Streife freitags oder samstags in der Heckengäugemeinde unterwegs. Dabei müssen die Ordnungshüter nicht selten Sachbeschädigungen feststellen, wie die Vertreter des privaten Sicherheitsunternehmens den Ratsmitgliedern berichteten und ihre Ausführungen auch mit Bildern verdeutlichten. Auf zerbeulte Entlüftungsrohre, zerschlagene Glasscheiben, mutwillig zerstörte Lampen und Mülleimer sind die City-Streifen aufmerksam geworden und haben die Schäden dokumentiert.

Aber auch Müll haben sie nach jugendlichen Partys entsorgt. Oder aber die Vermüllung von Plätzen verhindert, indem sie die angetroffenen Jugendlichen angesprochen und diese im Dialog auf deren Verantwortung aufmerksam gemacht haben. Mitunter auch mit Nachdruck.

Die Jugendlichen würden teilweise darum gebeten, sich auszuweisen, was diese dann auch täten. „Sind dann in der Folge der Zusammenkunft Verunreinigungen festzustellen, können die Verantwortlichen von der Kommune kontaktiert werden“, hieß es. Genau 13 Fälle von Vandalismus, 17 Jugendschutzverstöße und neun Fälle von extremer Vermüllung wurden festgestellt. In acht Fällen wurden Platzverweise ausgesprochen, es gab 26 Personenkontrollen und auch 213 Verstöße gegen die Straßenverkehrsordnung wurden dokumentiert. Aber auch in Sachen Gebäudemanagement waren die City-Streifen gefordert. In 25 Fällen seien offenen Türen oder Fenster an öffentlichen Gebäuden entdeckt und von den Streifen auch gleich wieder verschlossen worden. Sonst hätte über diese in die Häuser gleich eingebrochen werden können.

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