Wilhelma Stuttgart Verstoßenes Bonobo-Baby findet eine neue Familie

Von red/ dpa/ lsw 

Eine Geschichte mit Happy End: Weil seine Mutter im Frankfurter Zoo den kleinen Xhosa nach der Geburt verstoßen hat, zieht jetzt seine Großmutter in der Wilhelma in Stuttgart das Bono-Baby groß.

Sutttgart - Lasst das mal die Oma machen: Ein im Frankfurter Zoo von seiner Mutter verstoßenes Bonobo-Baby wird nun in Stuttgart aufgezogen - von seiner eigenen Großmutter. Während Mutter Kamiti ihren jüngsten Sohn Xhosa in Frankfurt partout nicht annehmen wollte, kümmert sich die über 50 Jahre alte Kombote in Stuttgart umso liebevoller um ihren Nachfahren, wie der Stuttgarter Zoo Wilhelma am Mittwoch mitteilte.

In den ersten acht Monaten seines Lebens hatte Xhosa viel Pech: Seine Mutter Kamiti, eine Tochter von Kombote, hatte zwar ihr vorheriges Kind problemlos angenommen, wollte aber ihren jüngsten Sohn partout nicht aufziehen. Nach sechs Tagen mussten die Frankfurter Tierpfleger den immer schwächer werdenden Säugling zu sich nehmen und mit der Flasche aufpäppeln. Sie haben alles versucht, ihn wieder seiner Mutter zurückzugeben, aber es hat nicht geklappt.

Kombote kümmert sich trotz ihres hohen Alters um ihren Enkel

In Stuttgart sollte sich eigentlich eine jüngere Bonobo-Dame um das Frankfurter Flaschenkind Xhosa kümmern, doch dann zeigte die Chefin im Stuttgarter Bonobo-Matriachat selbst das größte Interesse am Neuling. Ein Zufall? Oder Familienbande? Dabei habe Kombote bereits Ururenkel und sei eigentlich frei von ihren Mutterpflichten, berichtete Kuratorin Marianne Holtkötter. Weil sie ihren Enkel nicht stillen kann, bringt sie ihn stets an den Gehegerand, wo Pfleger ihm durch das Gitter das Fläschchen geben.

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