Die Tianwurz in der Wilhelma blüht. Foto: Andreas Rosar Fotoagentur-Stuttg

Nach sieben Jahren ist es wieder einmal soweit. Die Titanwurz mit dem Namen „Alberich“ entfaltet ihre stinkende Pracht, der Zoo ist bis 24 Uhr geöffnet.

Stuttgart - Ein seltenes Ereignis begann am Dienstag, am frühen Abend in der Wilhelma. Das erste Mal seit sieben Jahren blühte die Titanwurz – und das nur für ein paar Stunden. Und weil die Pflanze sich nur eine Nacht in ganzer Pracht entfaltet, öffnete der zoologisch-botanische Garten das Schmetterlingshaus am Dienstag bis 24 Uhr. Einlass war bis 23 Uhr.

Schöne Blüte, übler Geruch

Zuletzt blühte in der Wilhelma im Jahr 2011 eine Titanwurz, die man damals Diva nannte und mit einer Höhe von fast drei Metern einen Weltrekord aufstellte. Die aktuelle Nachzucht namens Alberich wird mit einer Blüte um die 1,40 Meter deutlich kleiner bleiben. „Der König unter den Zwergen ist ein passender Namenspa­tron“, meint Björn Schäfer, Leiter des Fachbereichs Botanik. Üblicherweise wird eine Titanwurz 2,50 Meter groß. Doch was Alberich an Größe fehlt, macht er mit seiner überdurchschnittlich schnellen Entwicklung wett. Eigentlich ist die Pflanze nämlich noch zu jung, um zu blühen. Doch der frühreife Pflanzensprössling durchläuft die normalen Phasen der Blütenbildung rascher als seine Vorgänger.

Dennoch sollte man als Besucher vorbereitet sein, dass auch die kleine Pflanze übel riecht. Der Geruch der Titanwurz erinnert an einen verwesenden Tierkadaver. Wenn man Glück hat, kann man das Ereignis auch noch am Mittwochvormittag betrachten, die Blüte fällt aber im Laufe des Tages in sich zusammen.

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