Den Bonobos scheint ihr neues Außengehege in der Stuttgarter Wilhelma gut zu gefallen - neugierig machten sie sich am Mittwoch daran, alles zu begutachten. Foto: Wilhelma Stuttgart

Eine Menge Platz zum Klettern, umherstreifen und toben: Nach einem ersten Ausflug am Mittwoch, dürfen die Bonobos von Freitag an regelmäßig in die Außenanlage des neuen Affenhauses in der Stuttgarter Wilhelma - wenn sie denn Lust dazu haben.

Stuttgart - Eine Menge Platz zum Klettern, umherstreifen und toben: Die jetzt fertiggestellte Außenanlage des neuen Affenhauses in der Stuttgarter Wilhelma ist ein wahres Menschenaffen-Paradies. Bis zu 15 Meter hoch können die Bonobos auf Holzgerüsten und Stahlnetzen klettern und in Hängematten hoch über dem zoologisch-botanischen Garten abhängen - ähnlich wie ihre freilebenden Artgenossen in den tropischen Regenwäldern.

Erstmals haben sieben der 14 Wilhelma-Bonobos und einige Gorilla-Jungtiere am 3. Juli gespürt, wie sich Gras unter den Füßen anfühlt. Nach einem Tag Pause werden die Tiere von Freitag an öfter draußen zu sehen sein - so ihnen der Sinn nach frischer Luft steht. Zumindest stünden die Schieber zwischen Innen- und Außengehege jetzt regelmäßig offen, teilte die Wilhelma am Donnerstag mit.

Spätestens ab Mitte Juli soll voraussichtlich auch der Rest der Bonobo-Gruppe in den Genuss von Himmel, Gras und frischer Luft kommen.

Die Gorillas können ein Bad in dem Bachlauf nehmen, der durch ihr Gehege fließt. An kühlen Tagen, wie es sie in diesem Sommer bisher häufiger gab, sorgen beheizte Sitzflächen für Komfort.

Erwachsene Gorillas müssen sich noch gedulden

Neben den Bonobos dürfen auch die Baby-Gorillas schon frische Luft schnappen. Die erwachsenen Gorillas müssen sich dagegen noch gedulden. Erst wenn sich die neue Gorillafrau Tuana in die Gruppe vollständig integriert hat und die Pflanzen im Gehege richtig angewachsen sind, dürfen auch sie ihren neuen "Vorgarten" in Augenschein nehmen.

Der 22 Millionen Euro teure Primaten-Prachtbau gilt als eine der modernsten und teuersten Anlagen für die Verwandten des Menschen in Europa. Die zwölf Gorillas und 13 Bonobos haben rund 14 mal soviel Platz zur Verfügung wie bisher. Der Eröffnungstermin der Anlage war mehrfach verschoben worden, und die ursprünglich veranschlagten Kosten wurden um sieben Millionen Euro überschritten.

Mit der Kamera haben wir die Wilhelma-Menschenaffen bei der Erkundung ihres Außengeheges beobachtet - klicken Sie sich durch unsere Bildergalerie!

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