Stillleben im Grünen: Bonobo-Dame Nayembi mit ihrem Baby im Außengehege der Menschenaffen in der Stuttgarter Wilhelma. Foto: Wilhelma

Zurück zur Natur dachte sich offenbar Bonobo-Dame Nayembi und brachte ihren Nachwuchs am vergangenen Wochenende im Außengehege der Wilhelma zur Welt. Das Affenweibchen meistert seine Mutterpflichten bislang mit Bravour.

Stuttgart - Openair und bei hochsommerlichen Temperaturen ist am Samstag in der Stuttgarter Wilhelma ein Bonobo-Baby zur Welt gekommen: Affendame Nayembi hatte sich für eine Geburt unter freiem Himmel im Außengehege der Menschenaffenanlage entschieden. Eine Premiere für die Tierpfleger des zoologisch-botanischen Gartens – das Kleine ist zwar schon Bonobo-Baby Nummer 30, aber eine Openair-Geburt gab es bei den afrikanischen Menschenaffen der Wilhelma noch nie.

Noch mehr Tiernachwuchs in der Stuttgarter Wilhelma

Einige Frühaufsteher unter den Besuchern hatten das Glück, die morgendliche Geburt mitzuerleben. Auch Mitglieder der Affenbande wohnten der Niederkunft bei.

Für Nayembi ist es das erste Kind

„Mutter und Kind sind wohlauf“, meldet Marianne Holtkötter, Kuratorin für die Menschenaffen. „Das ist besonders erfreulich. Denn bei Erstgebärenden wie Nayembi ist die Spannung, ob alles gut geht und das Weibchen sich richtig um ihr Neugeborenes kümmert, immer etwas größer als bei erfahrenen Müttern.“ Nayembi mache ihre Sache bisher aber sehr gut. Die Affendame ist mit neun Jahren noch recht jung. Sie wurde 2006 in den Niederlanden geboren und kam mit vier Jahren in die Wilhelma.

Ob es sich um ein Bonobo-Mädchen oder einen Jungen handelt, steht zur Zeit noch nicht fest. Bei der Wilhelma hofft man, dass Schnappschüsse von Besuchern möglicherweise Auskunft über das Geschlecht geben können.

Wer der Vater der oder des Kleinen ist, auf diese Frage gibt es auch noch keine Antwort. In Bonobo-Gruppen kommen mehrere Männchen als Väter in Frage. Nach der Geburt konnten die Pfleger ein Stück der Plazenta sichern und hoffen nun, dass die Mitarbeiter des Primatenzentrums in Göttingen anhand dieses Rests vom Mutterkuchen die genetische Abstammung bestimmen können.

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