Das Gehege bei den Raubtieren in der Wilhelma ist bald nicht mehr leer. Hier soll ein neuer Leopard (Symbolfoto) einziehen. Foto: Iris Frey / IMAGO/ITAR-TASS

In diesem Jahr gibt es wieder einige Neuigkeiten im Stuttgarter Zoo, wie Wilhelma-Direktor Thomas Kölpin im Gespräch erklärt. Welche?

Die Wilhelma erwartet in diesem Jahr einen tierischen Neuzugang bei den Raubtieren: So wird nach dem Tod von Leopard Datis im vergangenen Jahr nochmals dort ein Leopard einziehen, kündigt Direktor Thomas Kölpin an. Er soll über den europäischen Zooverband EAZA (European Asscociation of Zoos and Aquaria) Anfang diesen Jahres kommen.

 
Im vergangenen Jahr war Leopard Datis im Alter von 19 Jahren gestorben. Foto: Iris Frey

„Weitere Leoparden werden erst einmal nicht kommen, da die Anlage laut Masterplan ja mittelfristig umgestaltet werden muss.“ Doch dieses Projekt sei noch nicht aktuell. Auch für den verstorbenen Giraffenbullen Tilodi ist im Moment noch kein männliches Tier als Nachfolger in Sicht, der Wunsch sei aber beim Zooverband EAZA angemeldet.

Und wie geht es Bärin Suyana? Sie hatte im vergangenen Jahr Brillenbär Hubärt aus Österreich eine Zeitlang zu Gast. Die Begegnung und Annäherung der beiden Brillenbären im April vergangenen Jahres sei erfolgreich verlaufen, doch noch sei nicht klar, ob Nachwuchs unterwegs sei.

Derzeit noch wird der alte Schaubauernhof abgerissen. Foto: Iris Frey

An erster Stelle stehen aber bei Kölpin derzeit die Vorbereitungen für das Leuchtturmprojekt: Die Elefantenanlage auf rund zwei Hektar, die einmal Platz für maximal 14 Elefanten bieten soll- eine dreigeteilte Anlage für eine Mutterherde, eine Junggesellengruppe und einen Erwachsenenbullen. Dafür wird derzeit der alte Schaubauernhof abgerissen. Die Arbeiten kämen gut voran, sagt der Wilhelma-Direktor. Man sei im Zeitplan.

 

Im nördlichen Bereich wird auch das Wilhelma-Restaurant am ehemaligen Schaubauernhof zurückgebaut. Das bestehende Restaurant Bandipur habe nun mehr Zulauf, sagt Kölpin. Und für den Sommer sei geplant, an verschiedenen Stellen zusätzlich Foodtrucks aufzustellen.

Wilhelma: Bauantrag für Wombats- und Känguruanlage ist eingereicht

Auch für die australischen Tiere, die Wombats, die Grauen Riesenkängurus und Benett-Kängurus (Wallabys), soll es eine neue Außenanlage geben. Diese ist südlich der Terra Australis geplant. Dafür sei das Baugesuch an die Stadt gestellt, erklärt Kölpin. Wann es mit diesem zweiten Bauabschnitt losgehen kann, ist noch offen. Der Verein der Freunde und Förderer der Wilhelma hat für den Bau zwei Millionen Euro zugesagt, wie der Vorsitzende Georg Fundel erklärt: „Wir freuen und schon auf die neue Anlage.“ Auch nördlich der Terra Australis ist eine Erweiterung der Australienwelt geplant. Dort sollen eines Tages Tasmanische Teufel einziehen. Hierzu gibt es noch keine konkreteren Pläne. Dort war vor genau einem Jahr das baufällige Schwingaffenhaus abgerissen worden.

Ein Anliegen von Kölpin ist es auch, wie im neuen Wilhelma-Podcast angekündigt, den australischen vom Aussterben bedrohten Bilbys (Kaninchennasenbeutler) in der Wilhelma einmal ein Zuhause zu geben. Bislang habe noch kein Zoo weltweit Bilbys.

Die Erneuerung der alten Greifvogelvolieren für Eulen, Geier & Co befänden sich noch im Planungsstatus. „Eine vernünftige Planung braucht eben seine Zeit“, erklärt der Wilhelma-Direktor. Geplant ist dort, beispielsweise bei den Geiern, den Hang mit einem Netz zu überspannen. Das Gehege soll begehbar sein.