Der Komiker, Autor und Sänger Wigald Boning war in den Neunziger Jahren so etwas wie der Nonsense-König unter den Comedians. „Mief“ hieß ein Hit von ihm, an den er nun mit einem ganz speziellen Experiment in gewisser Weise anknüpft.
München - 200 Nächte im Zelt – dass es darauf hinaus laufen würde, hätte der Komiker und Autor Wigald Boning nicht gedacht, als er in einer heißen Augustnacht 2015 sein Zelt packte und das Bett gegen einen Schlafplatz an der Isar eintauschte. Es folgten abenteuerliche Übernachtungen auf schlammigen Campingplätzen, stürmischen Hotelbalkonen, verkehrsreichen Grünstreifen und auf dem heiligen Rasen des Weserstadions. Über das Experiment hat er ein Buch geschrieben. Im Interview erzählt Wigald Boning vom Kasten-Denken auf Campingplätzen und von der existenziellen Angst, auf der Parkbank zu landen. Und warum ihm sein alter Hit „Mief“ dabei öfter ins Gedächtnis kam, hat er auch verraten.