Thomas Bopp (CDU) ist als Regionalpräsident wiedergewählt worden. Auch mit Stimmen der SPD? Foto: Lichtgut/Max Kovalenko

Die SPD-Fraktion in der Regionalversammlung wirft der Fraktion Linke/Pirat vor, sich unseriös zu verhalten. Linken-Sprecher Ozasek hatte Teilen der SPD vorgeworfen, umgeknickt zu sein. „Die Wahrheit liegt alleine in der Wahlurne“, sagt nun Raß.

Stuttgart - In der Debatte um die Wiederwahl von Regionalpräsident Thomas Bopp (CDU) meldet sich die SPD zu Wort. Fraktionschef Harald Raß kritisiert Spekulationen von Linke/Pirat-Fraktionschef Christoph Ozasek in dieser Zeitung, wonach der konservative Teil der SPD-Fraktion offenbar „umgeknickt“ sei und nicht André Reichel (Grüne) gewählt habe, obwohl die Ökopartei bei der Regionalwahl stärkste Kraft geworden war. „Verschwörungstheorien und Interpretationen über das geheime Wahlverhalten der einzelnen Regionalräte sind unseriös“, hält Raß nun dagegen, „die Wahrheit liegt allein in der Wahlurne.“

Bopp war vergangene Woche mit 51 Stimmen zum vierten Mal als Vorsitzender der Regionalversammlung gewählt worden, Reichel erhielt 34 Stimmen. Die CDU hatte 21 Stimmen, die FDP hatte ihre sieben Stimmen ebenso Bopp zugesagt wie die AfD ihre acht. Danach wurde spekuliert, ob die Freien Wähler (12) und Teile der SPD (11) auch für Bopp gestimmt haben. Die SPD hatte sich weder für den einen noch für den anderen ausgesprochen. „Das Ergebnis gilt es nun zu akzeptieren und für eine vernünftige Zusammenarbeit zu sorgen“, sagt Raß. Sauer aufgestoßen ist den Sozialdemokraten auch, dass die AfD-Kandidaten für die Aufsichtsräte der Beteiligungsgesellschaften wie VVS mehrheitlich gewählt wurden.

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