Ist einmal pro Tag zu viel? Foto: VGstockstudio / shutterstock.com

In diesem Artikel erfahren Sie, warum zu häufiges Duschen schädlich für die Haut sein kann und wie man dem vorbeugt.

Duschen fühlt sich gut an. Nach einem langen, heißen Tag gibt es nichts Besseres als sich in der Dusche den Schweiß vom Körper zu waschen. Aber Shampoo und Seife entfernen nicht nur Gerüche und Schmutz, sondern können die Haut auch reizen. Unter diesem Gesichtspunkt stellt sich also die Frage: Wie oft sollte man duschen? Wir klären auf.

Wieso ist zu häufiges Waschen ein Problem?

Die äußerste Hautschicht ist mit einem Hydrolipidfilm überzogen. Dieser Wasser-Fettfilm hilft dabei, die Haut feucht und geschmeidig zu halten und bildet eine wichtige Schutzbarriere gegen schädliche Mikroorganismen, Krankheitserreger und Pilze.(1) Wird diese Barriere durch intensives Waschen beschädigt, kann es zu Austrocknung, Irritation oder anderen Problemen der Haut kommen. Hinzu kommt, dass der saure pH-Wert (4 – 6,5) der Haut durch Seife für kurze Zeit ins Alkalische ansteigen kann.(2) So können Bakterien und Allergene leichter in die Haut eindringen und Infektionen bzw. allergische Reaktionen auslösen.

Merke: Duschen wir zu häufig und unter Einsatz von zu viel Seife, wird die Haut trockener und reizbarer.

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Die Haut beim Duschen schonen

Gesundheitlich hat es laut Experten zwar keinen Vorteil, wenn Sie täglich duschen, doch nicht jeder kann sich diesen Luxus leisten. Wer körperlich arbeitet, stark schwitzt oder Sport macht, will und muss auf die tägliche Dusche sicher nicht verzichten. Die eingangs gestellte Frage sollte aus praktischen Gründen also umformuliert werden: „Wie kann man die Haut beim Duschen schonen?“

Unabhängig von Ihrer Lebenssituation können Sie die folgenden Tipps beachten, um Ihre Haut durch tägliches Waschen nicht zu sehr zu reizen. Dies gilt insbesondere, wenn Sie ohnehin zu trockener und reizbarer Haut neigen.

Dusche auslassen: Eine Dusche „für das gute Gefühl“ kann gut und gerne mal übersprungen werden. Wie bereits erwähnt, ist tägliches Duschen aus gesundheitlicher Sicht nicht erforderlich. Besonders Kinder unter 11 Jahren müssen laut Experten nicht jeden Tag duschen, wenn sie nicht gerade stark verschwitzt oder schmutzig sind.(3)

Duschzeit beschränken: Limitieren Sie Ihre Duschzeit auf 5 bis 10 Minuten. So schonen Sie die Haut und sparen außerdem Wasser. Eine Minute Duschen kann um die 10 Liter oder mehr verbrauchen. Wie viel der Kubikmeter Wasser in Deutschland im Schnitt kostet, können Sie beim Statistischen Bundesamt einsehen.

Wassertemperatur regulieren: Duschen Sie mit lauwarmem bis warmem Wasser. Heißes Wasser kann die Haut unnötig reizen.

Richtige Seife: Verwenden Sie beim Duschen Seife bzw. Duschgel mit einem pH-Wert ähnlich der Haut (etwa 5,5).

Schnell abwaschen: Lassen Sie Duschgels und Shampoo nicht zu lange einwirken und waschen Sie die Reste gründlich ab.

Rubbeln vermeiden: Vermeiden Sie im Idealfall Peelings oder scheuernde Schwämme und Waschlappen bzw. beschränken Sie deren Verwendung auf ein einziges Mal in der Woche.

Weniger Duschgel: Oftmals reicht es aus, Duschgel bzw. Seife nur auf die Stellen aufzutragen, die besonders stark schwitzen: Achseln, Genitalbereich und Füße. Dies gilt insbesondere für die zweite Erfrischungsdusche am Tag. Manchmal kann es auch reichen, sich nur mit Wasser zu waschen.

Körper eincremen: Tragen Sie nach dem Duschen (besonders im Winter) eine feuchtigkeitsspendende Lotion oder Creme auf, wenn Sie zu trockener Haut neigen oder sehr häufig duschen. So bleibt die Haut geschmeidig.

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