Der Wettskandal in der Türkei nimmt Fahrt auf. Ist Deniz Undav indirekt betroffen? Nun hat sich der VfB-Stürmer dazu geäußert.
Der Wettskandal in der Türkei hat das nächste Level erreicht. Nachdem vor einigen Wochen noch viele Fußballprofis gesperrt wurden, veranlasste die Staatsanwaltschaft in der vergangenen Woche die Festnahme von 29 Spielern. Davon stehen fast alle unter Verdacht, auf ihre eigene Partien gewettet zu haben.
Unter diesen Spielern soll nach Informationen der „Bild“-Zeitung auch der türkische Nationalspieler Ismail Yüksek sein. Vor diesem Hintergrund wurde Deniz Undav auf der Pressekonferenz des VfB Stuttgart vor dem Spiel gegen Maccabi Tel Aviv zu einer Szene beim Europa-League-Spiel des VfB vor wenigen Wochen gegen Yükseks Klub Fenerbahce Istanbul (0:1) befragt. Es kam gegen Ende des Spiels zu einer Auseinandersetzung der beiden Spieler, die eine gelbe Karte für beide Akteure nach sich zog.
Auf die Frage, ob ihm diese Szene – es soll auf eine gelbe Karte Yükseks gewettet worden sein – im Nachhinein komisch vorkomme, antwortete Undav: „Erst einmal gilt die Unschuldsvermutung. Ich glaube nicht, dass er das extra gemacht hat, weil es einfach ein hitziges Spiel war. [...] Ich weiß es nicht. Ich denke nicht, dass es einem komisch vorkommen kann, weil es eine Rudelbildung war, da zückt der Schiedsrichter immer gelb. Das hat er in diesem Fall getan.“ Der Vorwurf an Yüksek lautet, die gelbe Karte bewusst provoziert zu haben.
Im Zuge des Wettskandals wurden im November bereits knapp 150 Schiedsrichter vom türkischen Fußballverband suspendiert und mehr als 1000 Profis der ersten vier Fußballligen in der Türkei für Zeiträume zwischen acht und zwölf Monaten suspendiert.