Weiße Weihnachten gab es in Stuttgart letztmals vor 15 Jahren. Foto: IMAGO/Arnulf Hettrich/Simon Adomat & 7aktuell/Max Kurrer

Weiße Weihnachten in Stuttgart sind zuletzt sehr selten vorgekommen. Wie stehen in diesem Jahr die Chancen? Der Deutsche Wetterdienst gibt eine Einschätzung.

Da mag man gar nicht lange vor die Tür: das diesjährige Weihnachtswetter lädt zum gemütlichen Feiern daheim ein. Im Vergleich zu den vergangenen Jahren werde es winterlich, sagte Kai-Uwe Nerding vom Deutschen Wetterdienst (DWD) in Stuttgart.

 

An Heiligabend werde es im Raum Stuttgart kalt, tagsüber klettere die Temperatur kaum über ein bis zwei Grad plus, nachts werde es auch frostig. Vor allem aber werde ein scharfer Wind wehen. Es komme zu stürmischen Böen. „Dadurch fühlt es sich noch deutlich kälter an“, sagte Nerding.

Dass es dadurch zum ersten Mal seit 15 Jahren wieder weiße Weihnachten in der Landeshauptstadt gibt, glaubt Neding allerdings nicht. Er erwartet am 24. Dezember allenfalls etwas Schneegriesel. „Auf keinen Fall muss man etwas wegschippen.“

Lediglich Wiesen in der Region könnten an Heiligabend etwas angezuckert sein. Der Himmel werde am Mittwoch voraussichtlich bewölkt sein, wobei der Hochnebel langsam in den Himmel aufsteige. Immerhin: Auch glatt werde es wohl nicht. Die Fahrt zu den Lieben sei damit gut zu bewältigen.

So wird das Wetter an den Weihnachtsfeiertagen

An den Weihnachtsfeiertagen werde es allmählich heller, der steife Wind lasse etwas nach. Die meiste Sonne erwartet Nerding am Nachmittag des zweiten Weihnachtsfeiertags. „Da kommen 60 Prozent der Sonnenstrahlen durch.“ In der Nacht zuvor werde es aber wegen des klareren Himmels noch einmal etwas kälter. Tagsüber gebe es dann drei Grad plus.

An den Ausflugszielen auf der Schwäbischen Alb und im Schwarzwald erwartet er eine ähnliche Wetterentwicklung, allerdings werde es naturgemäß etwas kräftiger. „Die Schneeflocken sind etwas dicker.“ Mehr als ein bis fünf Zentimeter Neuschnee erwartet der Deutsche Wetterdienst aber nicht. „Wir bekommen einen Winter light. Die Wiesen werden weiß sein.“

In den Höhenlagen werde es allerdings auch etwas ungemütlicher. So erwartet Nerding auf dem Feldberg in der Heiligen Nacht orkanartige Windböen mit bis zu 120 Stundenkilometern. Auch hier komme es an den Weihnachtsfeiertagen dann zu einer Beruhigung.