Forschen mit der Kamera geht auf vielfältige Weise. Foto: Adobe Stock/Evtstratenko Yuliya

„Forschen mit der Kamera“ – so lautet das Motto des diesjährigen Fotowettbewerbs der Stuttgarter Zeitung und der Gips-Schüle-Stiftung. Mitmachen können junge Menschen unter 20 Jahren. Bilder können ab sofort eingereicht werden.

Stuttgart - Zwei Dinge brauchen Forscher ganz besonders: Neugierde und einen Blick für ungewöhnliche Dinge und unerwartete Zusammenhänge. Nur so lassen sich bisher unbekannte Phänomene erkennen und dann auch näher erkunden und beschreiben. Für Fotografen sind ganz ähnliche Eigenschaften wichtig: Die Neugierde, eine Situation zu beobachten und im Bild festzuhalten. Und der Blick für ungewöhnliche Motive.

Deshalb hat die Stuttgarter Zeitung zusammen mit der in Bad Cannstatt ansässigen Gips-Schüle-Stiftung für den diesjährigen Nachwuchs-Fotowettbewerb das Thema „Forschen mit der Kamera“ gewählt. Der Wettbewerb, der bereits zum vierten Mal ausgetragen wird, soll dabei vor allem den Blick auf Motive aus Natur und Technik schärfen. Auch dies ist mit dem Thema Forschen verbunden – denn gerade auf diesen Gebieten ist Forschung unerlässlich, um zu neuen Erkenntnissen zu gelangen und neue technische Produkte zu entwickeln.

Entsprechend groß sind die Möglichkeiten, dieses Thema in Szene zu setzen. Da ist zum Beispiel der Wellensittich oder der Hund, der neugierig ein ihm offenbar unbekanntes Objekt inspiziert – etwa ein Smartphone oder ein Spielzeug. Oder da ist das Mädchen, das neugierig einen flatternden Schmetterling bewundert – und damit dieses merkwürdige Wesen erforscht. Und dann sind da die Schüler, der im Rahmen einer Aktion zur Gewässererkundung mit einem Messgerät die Temperatur in einem Bach messen oder Pflanzen und Tiere aufspüren, die am Gewässergrund leben – um so den Zustand des Baches zu beschreiben.

Technik alleine reicht nicht

Dank der modernen Technik bedarf es inzwischen keiner sündhaft teuren Fotoausrüstung mehr, um gute Bilder zu schießen. Die meisten Jugendliche und viele Kinder haben heute ein Smartphone. Und die Kameras dieser Minicomputer werden immer besser. So lassen sich damit in der Regel nicht nur passable, sondern auch richtig gute Bilder machen. Der große Vorteil dabei ist, dass man dieses Supertelefon auch meist dabei hat und es in Windeseile einsatzbereit machen kann, wenn man ein gutes Motiv sieht oder mit einen Schnappschuss eine ungewöhnliche Lebenssituation festhalten möchte.

Allerdings können weder eine gute Kamera noch ein Smartphone der Spitzenklasse den neugierigen, den forschenden Blick für ein gutes Motiv ersetzen. Und auch nicht die Idee, wie man es am besten im Bild festhält. Oder wie man ein gutes Motiv auch arrangieren könnte. Da sind der kreative Gedanke, der zündende Einfall, der ungewöhnliche Blickwinkel, die nicht alltägliche Beleuchtung gefragt.

Auch in diesem Jahr ist die Jury wieder sehr gespannt, aus welchen Bildern sie die Sieger auswählen darf – was in den letzten Jahren wegen der vielen guten Fotos oft schwer fiel. Uns ist es dabei ein Anliegen, dass junge Menschen neugierig und für neue Entwicklungen aufgeschlossen sind. Im Vordergrund stehen Entwicklungen aus Gesellschaft, Wissenschaft, Natur und Technik. Wobei sich diese Bereiche gegenseitig beeinflussen.

Attraktive Preise

Als Anreiz zum Mitmachen winken zum einen drei attraktive Preise: 800 Euro für den Sieger, 600 Euro für den Zweitplatzierten und als dritter Preis ein Jahresabonnement der Stuttgarter Zeitung. Darüber hinaus erwarten die drei Sieger neben den Preisen noch ein zusätzliches Erlebnis: Sie dürfen am 5. November an den Feierlichkeiten in der Stuttgarter Reithalle teilnehmen, bei der die Preisträger der Gips-Schüle-Stiftung und ihre Forschungsarbeiten vorgestellt werden.

Dann verleiht die Stiftung nämlich ihren mit 50 000 Euro dotierten Forschungspreis. Hinzu kommt der Klaus-Koeppen-Preis für soziale Innovation, für den 15 000 Euro ausgelobt sind. Damit werden interdisziplinäre Forschungsprojekte ausgezeichnet, die auch sozial eine hohe Bedeutung haben. Und dann gibt es noch den Gips-Schüle-Nachwuchspreis, dessen Ausschreibung demnächst beginnt. Er wird für herausragende Doktorarbeiten in den Mint-Fächern Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik verliehen und ist mit einem Preisgeld von insgesamt 17 500 Euro ausgestattet.

Informationen zum Wettbewerb

Der Wettbewerb richtet sich an junge Menschen unter 20 Jahre, die sich für das Fotografieren begeistern. Dabei bieten sich unter anderem Motive aus Natur oder Technik oder im Idealfall aus beiden Bereichen zusammen an. Gesucht werden kreative Fotos und Fotoserien, die zum Beispiel zeigen, wie Tiere und Menschen neugierig Gegenstände erforschen. Bewerben können sich alle, die beim Einsendeschluss am Mittwoch, 16. Oktober 2019, noch keine 20 Jahre alt sind (Altersangabe nicht vergessen). Zugelassen sind auch Teams junger Fotografinnen und Fotografen.Die Fotos müssen per E-Mail an die Stuttgarter Zeitung gesandt werden – und zwar an die Adresse: fotowettbewerb@stzn.de. Die besten Bilder werden von einer Fachjury mit dem Artdirector der Stuttgarter Zeitung, Dirk Steininger, ausgesucht und in der StZ veröffentlicht.Die eingereichten Bilder werden nur im Zusammenhang mit dem Fotowettbewerb veröffentlicht. Die Daten der Teilnehmer werden nicht an Dritte weitergereicht. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

Hat Ihnen der Artikel gefallen? Jetzt teilen: