Die Gartenschau-Rad-Staffel auf dem Weg nach Fellbach. Foto: Gottfried Stoppel

Sportliche Werbeaktion für die Gartenschau 2019: Von der Quelle und der Mündung der Rems sind am Mittwoch zwei Radel-Teams mit Staffelstab zu einer Tour von Kommune zu Kommune gestartet.

Waiblingen - Fahrrad fahren – das macht Brigitte Köhler für ihr Leben gern. Jeden Morgen radelt die Mitarbeiterin der Remsecker Stadtverwaltung zur Arbeit. „Das macht Spaß und an der Rems entlang zu radeln, ist toll“, schwärmt die 60-Jährige. Und so hat sie nicht lange gezögert, als ihr Dienstherr, der Oberbürgermeister Dirk Schönberger, seine Beschäftigten für Mittwochmorgen zu einer gemeinsamen Fahrt durch das untere Remstal bis nach Waiblingen eingeladen hat.

Treffpunkt Badesee

Mit im Gepäck bei der Radtour: eine Plastiknachbildung des Gartenschau-Logos, die als Staffelstab diente und per Rad von einer Gartenschau-Kommune zur nächsten transportiert wurde. Wobei die Remsecker Radler genau genommen nur eine Hälfte des Kennzeichens, das die Rems und die Landschaft drumherum symbolisieren soll, beförderten. Die Zweite war ebenfalls auf Reisen – vom Remsursprung in Essingen im Ostalbkreis nach Plüderhausen, wo es am Mittwoch beim Badesee gegen 14 Uhr zur Wiedervereinigung des geteilten Gartenschau-Logos kam.

Den Staffelstab hat Dirk Schönberger bei der Ankunft seiner etwa 30-köpfigen Truppe aus Remseck in Waiblingen an seinen Amtskollegen, den Oberbürgermeister Andreas Hesky, übergeben. Nach einem kleinen Brezelfrühstück konnten sich dort die mit knallgrünen T-Shirts bekleideten Teilnehmer der Rad-Staffel in zwei Liegestühle plumpsen und vor der Kulisse des Beinsteiner Torturms ablichten lassen. Der „Selfie-Point“, den sämtliche 16 Teilnehmerkommunen in unmittelbarer Nähe eines Wahrzeichens ihrer Stadt einrichten, soll Besucher der Gartenschau dazu animieren, ein Foto von sich zu schießen und dieses über das Internet zu verbreiten.

Die Waiblinger Delegation mit dem Rathauschef vorne dran schwang sich dann pünktlich um 9 Uhr auf ihre Sättel und nahm Kurs gen Fellbach. In flottem Tempo ging es über die Erleninsel, auf der laut Beschilderung eigentlich Radel-Verbot herrscht. Sei’s drum – schließlich war man in wichtiger Mission unterwegs, Fellbach wartete auf den Staffelstab .

Wettbewerb für Schulen

Die Remstal-Gartenschau im Jahr 2019 hat das Regierungspräsidium Stuttgart zum Anlass für einen Schulgarten-Wettbewerb genommen. „Er bietet die Chance, ein grünes Klassenzimmer weiter zu entwickeln und nachhaltig im Schulalltag zu verankern“, sagte der Regierungspräsident Wolfgang Reimer zu dem für das Remstal ins Leben gerufene Projekt. Es soll Schulen dazu animieren, ihre bestehenden Gärten aufzupeppen oder ganz neue anzupflanzen.

Mitmachen können die rund 120 Schulen aller Arten, die es in den Gartenschau-Kommunen gibt. Der Wettbewerb, für den sich Schulen ab sofort bis Ende Januar 2018 anmelden können, läuft über zwei Schuljahre. Im Sommer 2019 kürt dann eine Jury die besten Schulgärten, die ihren Schwerpunkt in sechs Bereichen haben können, etwa im Bereich „Unterricht“, wenn der Schulgarten dort eine große Rolle spielt, „Soziales“ oder „Biologische Vielfalt“.

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