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Wer weniger Geld ausgeben will, braucht ein System, keine flüchtigen Vorsätze. Lesen Sie hier, wie es funktioniert.

„Weniger Geld ausgeben“ landet wohl regelmäßig auf den Vorsatzlisten für das neue Jahr, allerdings fehlt oftmals das passende System, um daran festzuhalten. Für viele Menschen ist „weniger Geld ausgeben“ gleichbedeutend mit „mehr sparen“. Und da Letzteres das Konsumverhalten drastisch einschränkt, wird bald vom guten Vorsatz abgelassen und weitergemacht wie bisher. Wer aber bewusster Geld ausgibt, der wird langfristig auch weniger ausgeben. Mit diesen Tricks gehen Sie das Vorhaben endlich an.


Ein Haushaltsbuch führen

Der Vorsatz „weniger Geld ausgeben“ ist völlig nutzlos, wenn Sie gar nicht wissen, wie viel Geld Sie insgesamt jeden Monat ausgeben.

Wahrscheinlich haben Sie eine vage Vorstellung von der Summe, könnten Sie aber nicht genau beziffern, wenn man Sie danach fragen würde.

Das Problem ist, dass uns meist nur die großen Ausgaben im Gedächtnis bleiben, anhand derer wir festmachen, ob wir nun viel oder wenig ausgeben.

Dabei vergessen wir die ganzen kleinen, spontanen Ausgaben, die sich am Ende des Monats zu einer beträchtlichen Summe anhäufen können.

Um ein Gespür für Ihr Geld zu bekommen, ist es daher hilfreich, ein Haushaltsbuch zu führen.

Darin halten Sie alle Ausgaben nach Kategorien sortiert fest.

Kleine Ausgaben, die Sie in bar tätigen, können Sie sich auf Ihrem Smartphone notieren und später übertragen.

Durch diese Methode wird das Geld viel greifbarer. Die Gegenüberstellung von Verdienst und Ausgaben macht es schwieriger, das Geld achtlos aus dem Fenster zu werfen.

Übrigens bieten viele Banken im Onlinebanking mittlerweile spezielle Analysetools für Ihre Ausgaben und Einnahmen an. So würden Sie sich das händische Führen eines Haushaltsbuches sparen, allerdings müssen Sie dann regelmäßig auf Ihr Konto schauen.


Budgets festlegen

In Anlehnung an den obigen Punkt, können Sie als Ergänzung Budgets für bestimmte Ausgaben festlegen.

Solche Budgets lassen sich für wiederkehrende Ausgaben wie Fahrtkosten, Lebensmittel oder Kleidungsstücke anlegen.

Sie könnten sich die Budgets natürlich im Haushaltsbuch notieren und dann versuchen, sie einzuhalten.

Falls Sie damit Probleme haben, können Sie eine handfestere Methode anwenden und für jede Kategorie einen Briefumschlag mit dem gesetzten Budget in bar anlegen.

Die Ausgaben werden nur mit diesem Geld getilgt, sodass nicht mehr ausgegeben werden kann.

Wer nicht so viel Bargeld im Haus haben möchte, kann mit Subkonten oder zusätzlichen kostenlosen Girokonten arbeiten, auf denen immer nur so viel Geld liegt, wie für die jeweiligen Ausgaben vorgesehen ist.

Die Überweisungen auf diese Konten können Sie per Dauerauftrag automatisieren.

So landet jeden Monat der gewünschte Betrag auf dem Konto. Achten Sie nur darauf, die Konten nicht zu überziehen.


Nettoverdienst pro Stunde errechnen

Nun, da Sie Ihre Ausgaben und Einnahmen im Überblick haben, sollten Sie sich einmal die Zeit nehmen, Ihren Nettoverdienst pro Stunde zu errechnen.

Dafür gibt es einfache Rechner im Internet. Diese Zahl stellt Ihre Ausgaben weiter in Relation und erleichtert Ihnen so das Vorhaben, weniger Geld auszugeben.


Ausgaben öfters hinterfragen

Wer weniger Geld ausgeben möchte, sollte vor allen Dingen seine Impulskäufe unter Kontrolle bringen. Dafür gibt es einige Tricks.

  • Wenn Sie unterwegs plötzlich ein dringendes Kaufbedürfnis verspüren, sollten Sie sich einen Timer auf 10 Minuten stellen und in dieser Zeit intensiv darüber nachdenken, ob Sie das Produkt wirklich benötigen oder ob Sie aus einer Laune heraus handeln.
  • Beim Online-Shopping hilft es, sich zunächst anzusehen, was man bereits besitzt. Wer also Klamotten shoppen möchte, sollte zunächst seinen Kleiderschrank durchsehen. Mit Sicherheit finden sich auch dort „neue“ Klamotten, die bislang ungetragen ihr Dasein fristeten und zu einem tollen Outfit kombiniert werden könnten. Dasselbe gilt natürlich für alle anderen Arten von Produkten, egal ob neues Besteck oder Möbel.
  • Schlafen Sie eine Nacht über jede Kaufentscheidung, denn am nächsten Tag sieht die Welt oft anders aus. Das gilt nicht nur für große Ausgaben, sondern auch für die ganzen kleinen, nicht unbedingt nötigen Ausgaben.
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