Mit übergroßen Zigaretten und Streichhölzern macht eine Theatergruppe auf den Nichtrauchertag aufmerksam. Foto: Lichtgut/Max Kovalenko

Das Klinikum Stuttgart hat den Weltnichtrauchertag zum Anlass genommen, auf dem Schlossplatz gegen den Glimmstängel vorzugehen. Dabei wurde es von einer Theatergruppe unterstützt.

Stuttgart - Aktionstage, die weltweit veranstaltet werden, drehen sich in der Regel um Dinge, die getan, und nicht unterlassen werden. Anders der von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) ausgerufene Weltnichtrauchertag, den das Klinikum Stuttgart, die Arbeitsgemeinschaft Tabakentwöhnung, Lungenfachärzte und die Theatergruppe Wilde Bühne zum Anlass nahmen, um auf dem Schlossplatz vor den Gefahren des Glimmstängels zu warnen. Hierzu nutzten die Schauspieler übergroße Zigaretten und Streichhölzer, damit sich Passanten vor Ort für Lungentests und Aufklärungsgespräche interessieren. Knapp 300 Personen schätzen die Veranstalter wurden über den Tag hinweg so erreicht. „Anfangs waren es vor allem Nichtraucher, die sich für das Angebot interessierten, später kamen dann auch mehr Raucher dazu“, sagt Lungenfacharzt Dr. Alexander Rupp. Wer denkt, Raucher würden prinzipiell einen großen Bogen um den Aktionsstand machen, irrt daher. „Studien sagen, dass 80 Prozent der Raucher mit dem Rauchen aufhören wollen. Zumindest reduzieren wollen es sogar 90 Prozent“, so Rupp weiter. Insgesamt rauchen immer weniger Menschen in Deutschland. Besonders häufig greift immer noch die Altersgruppe der Zwanzig- bis Vierzigjährigen zur Zigarette.

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