DFB-Kapitän Bastian Schweinsteiger (re.): Keine Zukunft in Manchester? Foto: dpa

Bastian Schweinsteiger steht bei Manchester United angeblich vor dem Aus. Der neue Trainer José Mourinho hat ihn angeblich auf seiner Streichliste. Damit wäre die Zukunft des deutschen Kapitäns völlig offen.

Stuttgart - Vor zwei Wochen stand Bastian Schweinsteiger vor dem Traualtar. Von seiner Hochzeit mit dem Tennisstar Anna Ivanovic lieferten die Fotografen traumhafte Bilder aus Venedig, sein Glück schien vollkommen. Doch das gilt offenbar nur für den privaten Bereich. Was seine berufliche Zukunft angeht, ist vieles offen. Nach übereinstimmenden Medienberichten aus England steht Schweinsteiger (31) bei Manchester United vor dem Aus. Trainer José Mourinho soll den deutschen Weltmeister-Kapitän zusammen mit acht weiteren Profis auf seiner Streichliste haben. Angeblich hat der exzentrische Trainer dem ehemaligen Münchner seine Entscheidung bereits mitgeteilt – und ihn auch darüber unterrichtet, dass Schweinsteiger nach der Rückkehr aus seinem EM-Urlaub nicht mehr mit den Profis trainieren darf, sondern sich im U-21-Team des Clubs fitmachen kann.

Mangelndes Vertrauen

Das mangelnde Vertrauen ist ein schwerer Schlag für Schweinsteiger, der im vergangenen Sommer nach 17 Jahren bei Bayern München zu ManU gewechselt war. Manchester verhandelt seit Wochen mit dem französischen Vize-Europameister Paul Pogba von Juventus Turin über einen Wechsel zum 20-maligen englischen Meister. Offenbar steht eine Einigung kurz bevor, nachdem auch letzte Details mit dessen Berater ausgeräumt wurden. Pogba soll für die Weltrekord-Ablöse von rund 130 Millionen Euro wechseln. Klappt das, bekäme Schweinsteiger im defensiven Mittelfeld einen direkten Konkurrenten, der allein schon wegen der immensen Investition den Vorzug vor ihm bekommen müsste.

Die hohe Verletzungsanfälligkeit spricht ebenfalls gegen Schweinsteiger, der bei ManU einen Vertrag bis 2018 besitzt. In der Premier League machte er vergangene Saison nur 18 Spiele (ein Tor), bei der EM in Frankreich war sein Einsatz ebenfalls lange gefährdet. Sollte sich das Aus für Schweinsteiger bestätigen, ist seine Zukunft völlig offen. Galatasaray Istanbul hat bereits Interesse an seiner Verpflichtung angemeldet, die politischen Unruhen in der Türkei sprechen allerdings gegen einen Wechsel zu „Gala“.

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