Die ganze Welt im Blick: Das Welthaus setzt sich für ein faires Zusammenleben ein. Foto: Lichtgut/Achim Zweygarth

Mit Musik, Theater, Tanz und natürlich internationalen Spezialitäten feiert der Welthausverein am Samstag, 24. September, das zweijährige Bestehen der Institution. Die Bilanz ist positiv. Das Globale Klassenzimmer zum Beispiel erreicht alle Schulformen – und der Weltladen ist der umsatzstärkste seiner Art in ganz Deutschland.

Stuttgart - Die Vertreter des Welthauses können zufrieden sein: Das Weltcafé brummt, der Weltladen ist sogar der umsatzstärkste Deutschlands – und auch das globale Klassenzimmer ist viel besucht. So haben in diesem Jahr allein bis zu den Sommerferien geschätzt rund 2200 Besucher, die Mehrheit Schülerinen und Schüler, mehr über den fairen Handel, über die Zerstörung des Regenwaldes und das Leben in anderen Ländern gelernt. Die Bilanz nach zwei Jahren am Standort Charlottenplatz des Welthauses ist also positiv.

110 Veranstaltungen fanden 2015 statt, 2016 bis zu den Sommerferien 88. Auch die Zahl der Mitgliedsvereine ist gestiegen: von 13 auf inzwischen 36. Aber auf den Erfolgen wollen sie sich im Verein nicht ausruhen. In Zukunft soll die Öffentlichkeitsarbeit verstärkt werden, auch will man versuchen, im globalen Klassenzimmer mehr Kindergärten zu erreichen. Was die Schultypen angeht, seien alle vertreten, berichtet der Koordinator Christian Fulterer.

Die zwei Jahre scheinen aber auch nicht immer leicht gewesen zu sein. Odile Néri-Kaiser aus dem Vorstand berichtet von der Herausforderung, alle Mitglieder unter einen Hut zu bringen. Entscheidungen werden im Verein nicht hierarchisch getroffen: „Zusammenzuziehen ist etwas anderes als miteinander zu flirten.“

Spezialitäten, Märchen, Tanz und Musik am Samstag

Großes Lob für die Arbeit kommt von Sozialbürgermeister Werner Wölfle (Grüne), für den das Projekt inklusive dem Willkommenszentrum, mit dem der Welthausverein kooperiert, immer eine Herzensangelegenheit war: „Sie füllen Ihre Aufgabe blendend aus“, sagte Wölfle bei einem Empfang am Freitag – Ungleichheit und Armut trieben die Menschen in die Flucht. Es sei wichtig, hierfür Interesse zu wecken.

Einen Tag später, am Samstag, wurde der Geburtstag von 12 bis 22 Uhr vielfältig und bunt gefeiert – im Gebäude und im Innenhof: Internationale Essensstände boten Spezialitäten an. Unter anderen traten der Welthaus-Chor, die Band Mulato und eine Tanzgruppe auf. Im globalen Klassenzimmer wurden am frühen Abend Märchen erzählt. Abd Almuati Rajad von Refugees for Refugees hat zudem über die aktuelle Situation der Flüchtlinge in Syrien referiert.

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