Indiens Regierungschef Narendra Modi (links) im Gespräch mit US-Präsident Barack Obama Foto: dpa

Bislang hatte sich Indien einem globalen Handelspakt verweigert. Doch der Streitpunkt staatliche Lebensmittelreserven ist nun beigelegt.

Neu Delhi - Der Weg für den ersten globalen Handelspakt ist nach Angaben des bisherigen Verweigerers Indien nun frei. Indien und die USA hätten sich über den Streitpunkt staatliche Lebensmittelreserven geeinigt, erklärte das Handelsministerium in Neu Delhi am Donnerstag.

Indien lagert für seine zahlreichen Ernährungsprogramme riesige Mengen an Getreide ein. Dafür wollte Neu Delhi langfristige Ausnahmeregelungen, die von der Welthandelsorganisation WTO aber nicht zugesichert wurden. Daraufhin war Ende Juli das erste globale Abkommen über Handelserleichterungen für gescheitert erklärt worden.

Nun hätten beide Länder eine Vereinbarung getroffen, die den Weg für das sogenannte TFA-Abkommen freimache, teilte der US-Handelbeauftragte Michael Froman am Rande des Ostasien-Gipfels in Naypyidaw (Myanmar) mit. Es könne nun wie notwendig von allen WTO-Staaten absegnet werden. Das Abkommen sieht den Abbau von Zollformalitäten und anderen Hemmnissen für den Warenaustausch vor.

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