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Michael Ballack bei den Männern sowie Nadine Angerer, Simone Laudehr, Birgit Prinz und allen voran EM-Torschützenkönigin Inka Grings sind bei der Wahl der Weltfußballer des Jahres im Rennen.

Hamburg - Michael Ballack und vier deutsche EM-Siegerinnen sind bei der Wahl der Weltfußballer des Jahres im Rennen. Während der Nationalmannschaftskapitän vom FC Chelsea in der vom Weltverband Fifa veröffentlichten Liste der 23 Spieler als Außenseiter gilt, zählen Nadine Angerer, Simone Laudehr, Birgit Prinz und allen voran EM-Torschützenkönigin Inka Grings unter den zehn Frauen neben der zuletzt dreimaligen Siegerin Marta aus Brasilien zu den Favoriten. Die endgültige Wahl treffen nun die Spielführer und Cheftrainer der Männer- und Frauen-Nationalmannschaften. Die beiden Sieger werden am 21. Dezember bei der Fifa-World-Player-Gala in Zürich bekanntgegeben.

Die vier Leistungsträgerinnen aus dem Welt- und Europameister-Team von Bundestrainerin Silvia Neid haben besten Aussichten auf die Kür - nicht zuletzt aufgrund der überragenden Leistungen des Quartetts beim furios mit 6:2 gewonnenen EM-Endspiel gegen England. Diesmal werden nicht Birgit Prinz, Weltfußballerin der Jahre 2003 bis 2005, die größten Chancen eingeräumt, um die von 2006 bis 2008 ebenfalls dreimal nacheinander gekürte Brasilianerin Marta abzulösen. Vielmehr hat sich mit ihrem Rekord von sechs Treffern bei der EM im September in Finnland die für den FCR Duisburg spielende Torjägerin Inka Grings in die Favoritenrolle geschossen. Nie zuvor hatte bei EURO-Turnieren eine Spielerin mehr als vier Tore erzielt.

Bei den Männern hat DFB-Auswahlkapitän Ballack, dem zuletzt sogar die Ehre zuteilwurde, beim FC Chelsea die Kapitänsbinde tragen zu dürfen, nach zuletzt starken Leistungen auf sich aufmerksam gemacht. Doch wie der als einziger Bundesliga-Profi nominierte Franzose Ribéry hat auch der Wahl-Londoner verletzungsbedingt einige wichtige Spiele verpasst und dürfte daher nicht erste Wahl sein. Vielmehr wird wie im Vorjahr ein Duell zwischen dem seit diesem Sommer für Real Madrid stürmenden Ronaldo, mit 94 Millionen Ablöse teuerster Kicker der Welt, und Lionel Messi erwartet. Der Argentinier hat mit dem FC Barcelona in diesem Jahr das Triple - spanischer Meister, Pokalsieger sowie Champions League-Gewinner - geholt und mit vielen Treffern und Torvorlagen großen Anteil an "Barcas" Dreifach-Triumph gehabt.

Die Liste der Kandidaten:

Männer:

Michael Ballack (Deutschland), Gianluigi Buffon (Italien), Iker Casillas (Spanien), Cristiano Ronaldo (Portugal), Diego (Brasilien), Didier Drogba (Elfenbeinküste), Michael Essien (Ghana), Samuel Eto'o (Kamerun), Steven Gerrard (England), Thierry Henry (Frankreich), Zlatan Ibrahimovic (Schweden), Andrés Iniesta (Spanien), Kaká (Brasilien), Frank Lampard (England), Luis Fabiano (Brasilien), Lionel Messi (Argentinien), Carles Puyol (Spanien), Franck Ribéry (Frankreich), Wayne Rooney (England), John Terry (England), Fernando Torres (Spanien), David Villa (Spanien), Xavi (Spanien)

Frauen:

Nadine Angerer (Deutschland), Sonia Bompastor (Frankreich), Cristiane (Brasilien), Inka Grings (Deutschland), Mana Iwabuchi (Japan), Simone Laudehr (Deutschland), Marta (Brasilien), Birgit Prinz (Deutschland), Kelly Smith (England), Abby Wambach (USA)

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