Im Oktober 1982 kann auch der VfB-Verteidiger Karlheinz Förster (vorne) nicht die 0:4-Niederlage beim FC Bayern um Stürmer Karl-Heinz Rummenigge verhindern. Foto: Getty

Der 1998er-Weltmeister Zinedine Zidane hat seine Weltauswahl aus Legenden des Fußballs bestimmt. Sein einstiger Superstar Cristiano Ronaldo aus Zeiten bei Real Madrid fehlt in der Liste, dafür ist der ehemalige VfB-Verteidiger dabei.

Stuttgart - Seine sportlichen Erfolge stammen aus einer Zeit, in der es in der Abwehr noch die Positionen Libero und Vorstopper gab. Karlheinz Förster, geboren in Mosbach und fußballerisch in der Jugend des SV Waldhof Mannheim aufgewachsen, war aber nicht irgendein Vorstopper. Der Blondschopf vom VfB Stuttgart stand mit seiner kompromisslosen, kampfbetonten Spielweise in den Achtziger Jahren irgendwie sinnbildlich für den deutschen Fußball jener Zeit. Den schönen Fußball spielten die Brasilianer um Zico und Socrates oder auch die Franzosen mit ihren Assen Michel Platini oder Jean Tigana. Aber die grätschenden Deutschen mit ihrem unbändigen Siegeswillen, die musste man erst einmal schlagen. Wobei Förster auch ein technisch guter Fußballer war.

Förster wird 1980 Europameister

Der heutige Spielerberater Karlheinz Förster, der 311 Bundesligaspiele für den VfB absolvierte, brachte es so neben dem Gewinn des EM-Titels von 1980 auch zu zwei Vize-Weltmeisterschaften. 1982 ging das Finale mit 1:3 gegen Italien verloren, vier Jahre später unterlag man Argentinien um Diego Maradona mit 2:3.

Die Leistungen des beinharten Verteidigers aus Stuttgart, der 1982 zum deutschen Fußballer des Jahres gewählt wurde, sie müssen in jener Zeit auch den 1972 in Marseille geborenen Zinedine Zidane beindruckt haben – zumal Förster von 1986 an für Olympique Marseille spielte. Denn Zidane, Weltmeister von 1998, sowie als Spieler und Trainer Gewinner der Champions League, stellte jetzt für ein chinesisches Online-Portal seine Weltauswahl zusammen.

Da ihm die Auswahl offenbar schwer fiel, brachte Zidane für seine Weltelf 17 Namen ins Spiel. Interessanterweise fehlt unter ihnen neben Diego Maradona auch sein ehemaliger Spieler Cristiano Ronaldo, mit dem der Trainer Zidane gemeinsam mit Real Madrid das Kunststück fertig brachte, dreimal in Folge die Champions League zu gewinnen.

Im Sturm spielen Ronaldo, Messi und Neymar

Dafür ist Karlheinz Förster von Zidane hinter dem Torhüter Fabien Barthez für die Abwehr nominiert. Und zwar gemeinsam mit dem Spanier Sergio Ramos, dem Franzosen Laurent Blanc und dem Brasilianer Carlos Mozer. Prominent ist auch Zidanes Mittelfeld besetzt: Rechts nominiert der Franzose die Brasilianer Dani Alves und Cafu, links das Trio Roberto Carlos, Paolo Maldini und Marcelo. Im zentralen Mittelfeld spielen neben Zidane selbst noch der Kroate Luca Modric, der Spanier Andres Iniesta sowie der Franzose Claude Makelele. Im Sturm wird der Brasilianer Ronaldo von Lionel Messi (rechts) sowie von Neymar (links) assistiert.

Hat Ihnen der Artikel gefallen? Jetzt teilen: