Die meisten Gebäude auf dem Rombold-Areal sollen abgerissen werden. Foto: Gottfried Stoppel

Auf dem Gelände der früheren Tonwarenfabrik Rombold in Unterweissach soll demnächst mit dem Umbau begonnen werden. Das Areal ist eine der größten Gewerbebrachen im Landkreis.

Weissach im Tal - Die Reaktivierung einer der größten Gewerbebrachen im Landkreis steht unmittelbar bevor. Nachdem auf einer Fläche neben dem bebauten Areal der früheren Tonwarenfabrik Rombold in Weissach im Tal Bäume und Sträucher gerodet wurden, soll voraussichtlich in den kommenden Wochen mit den Abrissarbeiten begonnen werden.

Die Bayreuther Firmengruppe Krause will auf dem rund fünf Hektar großen Gelände Ein- und Mehrfamilienhäuser sowie Gewerbeimmobilien errichten. Teile der Backsteingebäude und der weithin sichtbare Kamin sollen als Industriedenkmale erhalten bleiben und an die frühere Nutzung erinnern. Die Firma G. Rombold & Sohn hatte bis vor zehn Jahren noch Blumentöpfe, Schalen und Kübel aus Ton in Unterweissach produziert, dann hatte das Unternehmen Insolvenz angemeldet.

Landratsamt genehmigt Projekt mit Auflagen

Mit der Genehmigung durch das Landratsamt hat der Bebauungsplan unlängst die letzte formale Hürde genommen. Die Zustimmung der Behörde war nötig, weil die Entwürfe außerhalb des Flächennutzungsplans entwickelt worden waren. Die Kreisverwaltung hat dem Projektentwickler dabei allerdings Auflagen hinsichtlich der Altlastenuntersuchung gemacht. Außerdem muss er eine Gasleitung, die sich unter einem Feldweg oberhalb der bebauten Fläche befindet, verlegen, weil dort die Erschließungsstraße für die Wohnsiedlung verlaufen soll. Dies ist mit einem zusätzlichem Geländekauf verbunden.

Unabhängig davon hat sich der Investor einiges vorgenommen. Etwa 3,5 Hektar Gewerbeflächen können vermarktet werden. Fest eingeplant ist auf Wunsch der Gemeinde ein Ärztehaus mit Wellness- und Gesundheitssportangeboten sowie einer Apotheke. Zudem sollen rund 80 Wohnungen in Mehrfamilienhäusern sowie etwa 45 Einfamilienhäuser entstehen.

Oldtimer in der Kalthalle

Zu den Gebäudeteilen, die erhalten bleiben sollen, zählt die sogenannte Kalthalle. Ein Investor hat laut Auskunft des Bürgermeisters Ian Schölzel Interesse bekundet, dort eine Oldtimer-Werkstatt einzurichten. In der alten Schlosserei sei eine Bierbrauerei geplant, außerdem sei an Kultur- sowie Angebote für die Jugend gedacht.

Parallel zum Rückbau und Abriss der Gebäude soll die Erschließung des Geländes noch in diesem Jahr vorangebracht werden. Bis zum Herbst werde man dafür benötigen, sagt der Bürgermeister. Spannend sei auch, wie die Anbindung an das Ortszentrum realisiert werde. Überhaupt erhoffe er sich für die Kommune viele Impulse von dem „riesigen Bauprojekt“, in das langfristig rund 40 Millionen Euro investiert werden sollen. Fünf bis sieben Jahre wird es allerdings auch dauern, bis alles fertig ist. Ende April oder Anfang Mai will die Gemeinde in einer öffentlichen Veranstaltung über das Projekt informieren

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