Höhenflüge gibt es im Riesenrad auf dem Festgelände Foto: Patricia Sigerist

Der Fellbacher Herbst steht in den Startlöchern. Rund 250 000 Freunde des Weins werden während der vier Tage in der Stadt erwartet. Das Motto des Festumzugs dreht sich um Berge und Gipfelstürmer.

Fellbach - Hoch hinaus soll es gehen beim Fellbacher Herbst, der von Freitag, 9. Oktober, bis Montag, 12. Oktober, gefeiert wird. Das Motto des beliebten Erntedank-, Heimat-, und Weinfestes lautet: „Mount Everest und Matterhorn liegen höhenmäßig vorn. Doch der Kappelberg entzückt, weil er uns mit Wein beglückt.“

Das Motto soll auch zum Ausdruck bringen, dass nicht immer die Höhe eines Berges seinen Stellenwert bestimmt, sagt der Oberbürgermeister Christoph Palm. „Denn der vergleichsweise kleine Kappelberg bringt dennoch Großes hervor – nämlich den herrlichen Fellbacher Wein.“

Anstoßen auf die Große Weinprobe. Foto: Patricia Sigerist
An den vier Tagen werden rund 250 000 Besucher erwartet. Wie gewohnt startet der Fellbacher Herbst mit der „Großen Weinprobe“ am Donnerstagabend, 8. Oktober, um 19.30 Uhr im Hölderlinsaal der Schwabenlandhalle. Die Probe wird von den Fellbachern Weingärtnern veranstaltet. Durch das Angebot der verschiedenen edlen Tropfen führt dieses Mal der bekannte Kabarettist, Autor und Regisseur Klaus Birk. „Er ist eine charismatische und sympathische Persönlichkeit“, sagt Palm.

Am Freitagabend findet ebenfalls im Hölderlinsaal von 19 Uhr an die Veranstaltung „Blütenzauber beim Fellbacher Herbst“ statt. Das Programm wird wie gewohnt von städtischen Vereinen sowie Gruppen aus den Partnerstädten gestaltet. Zudem werden an dem Abend auch die Preisträger des Blumenschmuckwettbewerbs 2015 geehrt. Wie OB Palm mitteilt, ist die Veranstaltung bereits ausverkauft.

Das Festviertele kostet um die 4 Euro

Wie immer bietet der Fellbacher Herbst von Freitagabend bis Montagnacht eine Vielzahl von Einkehrmöglichkeiten und Probierstationen. Die Preise für das Festviertele – Trollinger, Riesling und Schillerwein – liegen wie im Vorjahr zwischen 3,80 und 4,20 Euro. „Wir konnten aber mit fast allen Festwirten vereinbaren, dass sie das Viertele nicht für mehr als 4 Euro verkaufen“, sagt OB Palm.

Die Fellbacher Weingärtner sind am „Weinbrunnen“ im Atrium der Schwabenlandhalle und im Rathausinnenhof vertreten. Private Weingüter sind mit Ausschank im Keller, in Hinterhöfen, am Entenbrünnele oder in den Festzelten zu finden. Die Federführung des Weinsalons im Hesse-Saal hat wie in den vergangenen Jahren die Firma Rauschenberger. „Den Weinsalon bestreiten wir mit unserer Mannschaft aus dem Restaurant Goldberg“, sagt Andreas Rauschenberger, der leckere Gerichte aus der schwäbischen Küche verspricht.

Festumzug mit 63 Wagen- und Fußgruppen

Drei Böllerschüsse kündigen am Samstag einen Höhepunkt des Fellbacher Herbstes an. Nach dem traditionellen Erntedank bei der neuen Kelter startet dort um 14 Uhr der Festumzug, an dem 63 Wagen und Fußgruppen teilnehmen. „Ich freue mich schon darauf, wie die Teilnehmer das Motto umsetzen“, sagt Palm. Unter den Ehrengästen werde auch Bettina Limperg, die Präsidentin des Bundesgerichtshofs, sein, kündigte das Stadtoberhaupt an. Zielpunkt des Lindwurms ist das Atrium der Schwabenlandhalle, wo der OB seine Festrede hält.

Auch am Sonntag gibt es Programm: Die Delegationen aus den Partnerstädten treffen sich um 9.10 Uhr zur Kranzniederlegung am Ehrenmal an der Lutherkirche, danach beginnt um 9.30 Uhr ein ökumenischer Gottesdienst in der Kirche St. Johannes. Im Hölderlinsaal der Schwabenlandhalle findet am Sonntagnachmittag ein großes Partnerschaftsessen statt. Dabei werden auch die Fellbacher Europa-Sternschnuppen für Verdienste um die Städtepartnerschaften und um die europäische Einigung verliehen. Ebenso gibt es in der Stadt einen verkaufsoffenen Sonntag (siehe unten). Am Montag geht der Festmarathon zu Ende: Von 18.30 Uhr ziehen die jüngsten Herbstgänger mit Lampions und Fackeln von der Zeppelinschule ins Max-Graser-Stadion.

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