Die Wolfbuschschule besteht aus einem denkmalgeschütztem Altbau und einem Erweiterungsbau. Beides bietet keinen Platz für eine Mensa. Foto: Archive Martin Braun

Bis die neue Mensa an der Wolfbuschschule steht, müssen einige Kinder einen Umweg gehen. Mit 6,1 Millionen Euro gehört der Bau der neuen Mensa zu den teuersten Schulsanierungsprojekten in Stuttgart.

Weilimdorf - Die Bauarbeiten für die neue Mensa der Wolfbuschschule in Weilimdorf sind seit Juli in vollem Gange. Für die Schülerinnen und Schüler bedeutet dies, dass die Schule nicht über alle gewohnten Wege erreichbar ist. Mitarbeiterinnen der Stadt haben die geänderte Wegführung in der vergangenen Bezirksbeiratssitzung vorgestellt.

Bislang war die Wolfbuschschule aus drei Hauptrichtungen erreichbar. Seit im Sommer der Bau der neuen Mensa begonnen hat, fällt ein Zugang über die Hambacher Straße weg. „Momentan ist es so, dass Schüler von der Mainzer Straße her kommend einen Umweg gehen müssen“, sagte Anja Schuster vom Garten- Friedhofs- und Friedhofsamt (GFF). Ihnen bleibt der Bogen über die Deidesheimer Straße und Köstlinstraße. Aus dieser Richtung erfolgt auch die Zufahrt für die Baustellenfahrzeuge. Ein Bauzaun schirmt diese jedoch vom Schulweg ab.

Vor den Gefahren des Fahrverkehrs sind die Kinder weiterhin sicher. Dafür sorgen Poller in der Hambacher Straße und der Köstlinstraße/Deidesheimer Straße, die auch nach dem Neubau erhalten bleiben. „Zulieferer können diese herausnehmen“, erklärte Anja Schuster. Lieferverkehr gebe es allerdings nur dreimal in der Woche. Vertraglich vereinbart sei, dass die Anlieferung von Essen zur Mensa außerhalb der Zeiten wie Schulbeginn zwischen 7.45 und 8 Uhr sowie Schulende zwischen 15.45 und 16 Uhr sowie nicht in den Pausen erfolgen soll.

Das Gebäude soll eingeschossig und kompakt sein

Die neun bereits gefällten Bäume werden laut Schuster durch zehn neue ersetzt. Die Rasenflächen würden in gleicher Größe, also 1150 Quadratmeter, wiederhergestellt. Lediglich die Anordnung auf dem neuen Schulhofgelände ändere sich. Auf der Baustelle ist man derzeit noch mit Kanalarbeiten beschäftigt.

Mit 6,1 Millionen Euro gehört der Bau der neuen Mensa zu den teuersten Schulsanierungsprojekten in Stuttgart. Die Wolfbuschschule besteht aus einem denkmalgeschütztem Altbau und einem Erweiterungsbau. Die Mensa im Bestand unterzubringen, wäre aufgrund der ungeeigneten baulichen Strukturen des unter Denkmalschutz stehenden Altbaus, der Raumbelegung und der Raumzuschnitte beider Bestandsgebäude nicht wirtschaftlich, begründete die Verwaltung die Neubaupläne seinerzeit.

Das Gebäude soll eingeschossig und kompakt sein. In dem als Holzbau konzipierten Speisesaal werden die Kinder essen. Der Speisesaal ist so geplant, dass darin schulinterne Veranstaltungen stattfinden werden. Zwischen dem Mensaneubau und dem Erweiterungsbau der Schule entsteht ein überdachter Übergang. Ein seitlicher Windschutz sorgt für Schutz, wenn das Wetter mal weniger schön ist. Gerechnet wird mit gut zwei Jahren Bauzeit für die Mensa. Ist diese fertig, soll der Erweiterungsbau saniert werden.

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