Beim Schwertkampf ist kein Blut geflossen. Foto: factum/Granville

Die Premiere des Zähringermarktes in Weilheim ist ein Erfolg gewesen. Das Markttreiben vor historischer Kulisse und das Begleitprogramm haben am Samstag viele Besucher in das Städtchen unter der Limburg gelockt.

Weilheim - Wenn die alten Überlieferungen ein Körnchen Wahrheit enthalten, dann ist es im Mittelalter feucht-fröhlich zugegangen. Das Körnchen hat der 1. Weilheimer Zähringermarkt in die Gegenwart hinüber gerettet. An den Ständen des am Samstag erstmals vor historischer Kulisse über die Bühne gegangenen Mittelaltermarkts ist auffällig viel Hochprozentiges feilgeboten worden. Kein Wunder, liegt doch das schmucke Zähringerstädtchen inmitten einer ausgedehnten Obstwiesen-Landschaft zu Füßen der Schwäbischen Alb – und die dort gewonnenen Destillate gehören nun mal zur Weilheimer Identität wie das Gedenken an Herzog Berthold I., den Bärtigen, der vor 1000 Jahren auf der nahen Limburg Hof hielt. Der Stammvater derer von Zähringen hätte sich angesichts des munteren Treibens im Städtle zufrieden über den Bart gestrichen, zumal selbst bei den Schwertkampf-Vorführungen keinem seiner Untertanen ein Leid zugefügt worden ist. Sein legitimer Nachfahr, Johannes Züfle, zeigte sich auch angetan. Der Bürgermeister, standesgemäß in ein Schultheißen-Kostüm aus dem 15.Jahrhundert gewandet, zog angesichts des regen Besucherzuspruchs eine positive Premierenbilanz. (adt) Foto:factum/Granville

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