Das in die Jahre gekommene Weilheimer Freibad bleibt, wo es ist, wird aber auf Vordermann gebracht. Foto: Rudel/Archiv

Der Weilheimer Gemeinderat hat den Grundsatzbeschluss gefasst, das Freibad zu sanieren. Zudem spricht er sich dafür aus, eine kombinierte Veranstaltungs- und Sporthalle nahe der Innenstadt zu bauen.

Weilheim - Der Weilheimer Gemeinderat hat in seiner jüngsten Sitzung die Weichen für eine wichtige Weiterentwicklung der Stadt gestellt. Bei nur einer Gegenstimme votierten die Räte für den Vorschlag der Verwaltung, eine kombinierte Sport- und Veranstaltungshalle nahe der Innenstadt zu bauen und dafür die in die Jahre gekommene Limburghalle samt Lehrschwimmbecken sowie die alte Schulturnhalle abzureißen. Zudem soll das Freibad bleiben, wo es ist – es wird aber grundlegend saniert.

Sascha Schneider, der Kämmerer der Stadt Weilheim, betont mehrfach, dass es sich bei dem Votum der Kommunalpolitiker zunächst um einen „Grundsatzbeschluss“ handele, „um weiter planen zu können“. Wenn es mit der Umsetzung klappe, sei das Projekt in den kommenden Jahren freilich „das größte in der Stadt“.

Das Freibad bleibt, wo es ist

Sehr zur Freude der Freibadfreunde haben sich die Weilheimer Verwaltung und der Gemeinderat vom ursprünglichen Ansinnen verabschiedet, das aus den 1930er-Jahren stammende Freibad trocken zu legen und an anderer Stelle durch ein sogenanntes Garten-Hallenbad zu ersetzen. Das Bädle wird auch weiterhin am angestammten Platz den Spaß im Wasser garantieren. Und das in weit modernerem Ambiente, denn es soll grundlegend auf Vordermann gebracht werden, was laut einer Untersuchung rund 2,4 Millionen Euro kosten wird.

Damit wäre das Freibad dann wieder auf der Höhe der Zeit, was sich die Verantwortlichen mit einer Sanierung für die betagte Limburghalle und dem darin integrierten Lehrschwimmbecken nicht vorstellen können – ebenso wenig wie für die alte Turnhalle in der Nähe der direkt in der Innenstadt liegenden Limburg-Grundschule. Diese Einrichtungen sollen abgerissen und durch eine kombinierte Halle ersetzt werden, die gleichermaßen für Veranstaltungen und den Sport genutzt werden kann. Schneider rechnet für diesen Neubau auf dem Areal zwischen der Schule und dem Flüsschen Lindach mit Kosten von rund 10,5 Millionen Euro. Dafür entstünde in unmittelbarer Nähe zur Innenstadt ein „neues, zeitgemäßes und dem Bedarf entsprechendes“ Gebäude.

Die Investitionen belaufen sich auf 7,3 Millionen Euro

Ein Teil der Kosten soll durch den Erlös aus den Verkäufen jener Grundstücke refinanziert werden, die sich auf dem frei werdenden Gelände der jetzigen Limburghalle zur Wohnbebauung anböten. Die Verwaltung rechnet hier mit Einnahmen von rund 3,2 Millionen Euro, womit noch eine Investition von etwa 7,3 Millionen Euro zu schultern wäre. Zum Vergleich: eine Sanierung der Limburghalle und ein Neubau der Schulturnhalle würden mit 9,6 Millionen Euro zu Buche schlagen, für den Neubau beider Hallen an verschiedenen Standorten müssten gar 12,9 Millionen Euro aufgebracht werden.

Somit hört sich die Lösung mit dem Bau der Kombihalle „lukrativ an“, erklärt der Stadtkämmerer, „man muss sich das aber auch erst mal leisten können“. Mit einer Finanzierung durch Eigenmittel und die Erlöse aus den Grundstückverkäufen sowie mit Zuschüssen aus der Sportstättenbauförderung oder aus Sanierungsprogrammen sei das Vorhaben „sportlich, aber nicht unmöglich“, ist Schneider zuversichtlich. Aber bis zum Baubeschluss sei noch ein weiter Weg. Zunächst müsse das ehrgeizige Projekt gründlich geplant werden.

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