Das Reizthema Limburghalle bewegt die Gemüter in Weilheim. Foto: Pascal Thiel

Ein Neubau einer Turn- und Festhalle an der Lindach oder eine Sanierung der Limburghalle – das ist die Frage, auf die die Weilheimer im Sommer eine Antwort geben sollen.

Weilheim - Eine Woche nach dem Grundsatzbeschluss für einen Bürgerentscheid hat nun der Weilheimer Gemeinderat das Datum festgelegt: Die Bürger sind aufgerufen, am Sonntag, 10. Juli, über die Zukunft ihrer Stadthalle zu entscheiden. Der einstimmig gefasste Wortlaut der Frage, die die Weilheimer mit Ja oder Nein beantworten können, lautet: „Sind Sie für den Bau einer neuen Turn- und Festhalle an der Lindach als Ersatz für die Limburghalle und die Turnhalle der Limburgschule?“

Neubau ist unter dem Strich günstiger als Sanierung

Anders als noch vor einer Woche kochten die Emotionen im Sitzungssaal unter den Zuhörern diesmal nicht hoch. Zuletzt war unter den Befürwortern einer Sanierung der Limburghalle doch Nachdenklichkeit eingekehrt. Denn die Ergebnisse einer Beton- und Schadstoffuntersuchung hatten für Ernüchterung gesorgt. Der Sanierungsaufwand für das 1962 erstellte Gebäude wird inzwischen auf mindestens neun Millionen Euro geschätzt. Und das, so der Gutachter, könnte unter Umständen noch nicht einmal das Ende der Fahnenstange sein. Die zuvor angesetzten 7,2 Millionen Euro sind längst Makulatur.

Demgegenüber stehen geschätzte Kosten von 10,5 Millionen Euro für einen Hallenneubau inklusive Tiefgarage in der Stadtmitte. Bei der Kalkulation gilt es zu berücksichtigen, dass bei einem zentralen Hallenneubau bei der Limburgschule auf den fälligen Ersatzbau für die Schulturnhalle verzichtet werden könnte. Ersparnis: 2,4 Millionen Euro. Schließlich soll nach einem Abriss der Limburghalle auf der frei werdenden Fläche am Helfersbergweg ein Wohngebiet entstehen. Aus den Grundstücksverkäufen rechnet die Stadt Weilheim mit Erlösen von drei Millionen Euro. Unter dem Strich ist ein Neubau an der Lindach günstiger als eine Sanierung.

Ausstellung im Rathaus informiert über das Projekt

Um über das Vorhaben zu informieren, wird im Rathaus eine Ausstellung aufgebaut. Dort werden sich künftig jeweils dienstags von 8 bis 18 Uhr der Bürgermeister Johannes Züfle und der Leiter des Stadtbauamts, Jens Hofmann, dabei abwechseln, um anhand eines Modells und Plänen das Projekt zu erläutern. Weiter ist im Rathaus auch die Beton- und Schadstoffuntersuchung einsehbar. Zudem informiert die Stadt auf ihrer Homepage über den Bürgerentscheid und das Drumherum.

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