Viel Spaß: Die Schüler weihen den neuen Spielplatz und Pausenbereich ein. Foto: factum/Bach

Auf den zahlreichen Geräten vor dem Schulzentrum können die Kinder nach Herzenslust spielen.

Weil der Stadt - Ein bisschen dürfte sich der Bürgermeister Thilo Schreiber wohl wie der Weihnachtsmann gefühlt haben, als er in die vielen fröhlichen Kindergesichter blickt. Eine rote Zipfelmütze hat der Schultes allerdings nicht auf dem Kopf, die hat er Ulrich Markwald überlassen. Gemeinsam mit dem Konrektor der Heinrich-Steinhöwel-Schule, Jürgen Kaiser von der Peter-Härtling-Schule und Margit Dürr vom städtischen Bauamt hat Thilo Schreiber gestern Vormittag den neuen Spielplatz und den Pausenbereich vor dem Schulzentrum in der Jahnstraße eingeweiht. Mit dabei waren auch zahlreiche Schüler und ein paar Kinder vom Kindertreff.

Die Erwachsenen geben sich sichtlich Mühe, fassen sich kurz bei ihren Ansprachen und Dankesreden. Doch die Kids können es kaum noch erwarten, wollen endlich die neuen Spielgeräte ausprobieren. Unruhig wippen sie hin und her. Dann endlich hat das Warten ein Ende. Der Bürgermeister schreitet zur Tat und nimmt eine große Schere in die Hand, mit der er gleich hochoffiziell das rotblaue Band durchschneiden wird. „Normalerweise machen das ja nur die Ehrengäste“, sagt Schreiber und grinst. „Dann seid ihr heute die Ehrengäste, wer will mir helfen?“ Überall gehen Hände hoch, Schreiber verteilt vier Scheren. Der Bürgermeister zählt auf drei, dann schneiden sie gemeinsam das Band durch.

32 000 Euro für neue Spielgeräte

Die Kinder sind nicht mehr zu halten, wuseln über den neuen Spielplatz und verteilen sich an Wippe, Balancierseil und Kletterwand. Insgesamt 17 Stationen hat die neue Bewegungs- und Balancierlandschaft, die die städtische Planerin Margit Dürr zusammen mit den beiden Schulen konzipiert hat. Etwa drei Wochen hat es gedauert, bis die neuen Geräte aufgebaut waren. Rund 32 000 Euro hat der Gemeinderat dafür in den Haushalt eingestellt. Thilo Schreiber betont allerdings, dass die Planungen sein Vorgänger angestoßen habe. „Ich darf das nur umsetzen“, sagt er.

Die Schüler hingegen interessiert das nicht. „Sie konnten es kaum erwarten, standen in den Pausen immer wieder am Bauzaun“, erzählt der Leiter der Peter-Härtling-Schule, Jürgen Kaiser. Das Ergebnis könne sich sehen lassen. Eine solche Anlage für ein so großes Schulzentrum, sagt Kaiser, das sei absolut notwendig gewesen. Schließlich verbringen die Schüler dort viel Zeit, auch an den Nachmittagen. „Da ist Bewegung ganz wichtig“, weiß der Schulleiter. Die Schüler könnten dort ihre koordinativen und konditionellen Fähigkeiten testen. „Es geht aber auch um ihre soziale Art und darum, wie die Kinder miteinander umgehen“, sagt Jürgen Kaiser.

Ein Spielplatz für alle

Die neue Bewegungslandschaft erfüllt gleich mehrere Zwecke. Zum einen können sich die Schüler des Weiler Schulzentrums während der Pausen unter Aufsicht dort aufhalten. Jürgen Kaiser will die neuen Geräte auch in den Sportunterricht einbinden. „Dann können die Kinder Sport in der Natur machen“, sagt er. Nachmittags, am Wochenende oder in den Ferien dürfen auch alle anderen Kinder dort spielen.

Die neuen Spielgeräte bestehen zum größten Teil aus Holz. „Wir haben darauf geachtet, dass sich das Ganze in die Umgebung einfügt“, erklärt die städtische Planerin Margit Dürr und zeigt auf die Bäume. Zur Straße hin ist der Spielplatz mit großen Steinen abgrenzt, Sicherheit geht vor. Eines ist dem Schulleiter Jürgen Kaiser bei den Planungen besonders wichtig gewesen: „Dass sich möglichst viele Kinder unterschiedlichsten Alters gleichzeitig dort aufhalten können“, sagt Kaiser. Eigentlich hätten seine Schüler jetzt noch Sportunterricht. Doch der Lehrer lässt sie auf dem neuen Spielplatz toben, zur großen Freude von Lara. „Das ist die beste Sportstunde überhaupt“, ruft die Drittklässlerin.

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