In Merklingen werden Denkmale gezeigt, die man sonst nicht sieht. Foto: factum/Bach

In Steinhaus in der Merklinger Ortsmitte hat am späten Montagnachmittag eine neue Ausstellung ihren Anfang genommen. „Am Anfang steht das Denkmal“, lautet der Titel der Schau, die unter den Augen von rund 40 Besuchern eröffnet wurde. Der Weiler Bürgermeister Hans-Josef Straub erinnertean die Bedeutung historischer Bauten und an die Sanierung des Steinhauses inmitten der alten Kirchenburg.

Weil der Stadt - In Steinhaus in der Merklinger Ortsmitte hat am späten Montagnachmittag eine neue Ausstellung ihren Anfang genommen. „Am Anfang steht das Denkmal“, lautet der Titel der Schau, die unter den Augen von rund 40 Besuchern eröffnet wurde. Der Weiler Bürgermeister Hans-Josef Straub erinnerte in seinem Grußwort an die Bedeutung historischer Bauten und an die Sanierung des Steinhauses inmitten der alten Kirchenburg.

Noch bis Sonntag, 9. September, ist die Schau zu sehen. Sie zeigt auf Tafeln, Fotos und Schaubildern Denkmäler aus ganz Baden-Württemberg, aber auch aus Weil der Stadt selbst – das alte Kapuzinerkloster im Stadtkern ist ein wichtiger Teil; das Modell des „Klösterle“ wird gezeigt. „Ein Schwerpunkt liegt außerdem auf Denkmalen, die im Allgemeinen gar nicht sofort mit dem Stichwort Denkmalschutz in Verbindung gebracht werden“, erläutert Astrid Wel­ther, die die Ausstellung in Zusammenarbeit mit dem Heimatkreis und dem Landesamt für Denkmalpflege organisiert hat. Beispielsweise gebe es da Bilder ehemaliger Milchsammelstellen in Rottenburg-Ergenzingen, aber auch von den Schwarzwaldhöfen oder der Arbeitersiedlung in Reutlingen. Auch würden Gartendenkmale, technische Kulturdenkmale und auch „unbequeme“ Denkmale aus der Zeit des Nationalsozialismus gezeigt.

Astrid Welther ist zurzeit Praktikantin im Stadtbauamt der Stadt Weil der Stadt, das praktischerweise in Merklingen seinen Sitz hat. Die 25-Jährige studiert an der Hochschule für öffentliche Verwaltung in Kehl. „Ich war froh, diese Idee des Stadtbauamtes begleiten und umsetzen zu dürfen“, berichtet Astrid Welther, die für insgesamt dreieinhalb Monate das Team um den Weiler Stadtbauamtsleiter Arnd Jocher verstärkt. Die Tafeln und Fotos stammen dabei vom Landesamt für Denkmalpflege selbst. „Die Ausstellung gab es auch schon andernorts zu sehen“, weiß Astrid Welther zu berichten. „Das Landesamt hat die Schau konzipiert und ist immer auf der Suche nach Kooperationspartnern und geeigneten Ausstellungsräumen“, ergänzt sie. Merklingen habe diese in der Kirchenburg bieten können, die Stadt habe daher die Schau gebucht.

Im Anschluss an die Eröffnung brachte Simone Meyder vom Landesamt für Denkmalpflege, die ebenfalls ein Grußwort sprach, Besuchern die Schau näher; Mitglieder des Heimatkreises führten Interessierte durch Merklingen.

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