Nick und Klaus Tscheres (rechts) an der maroden Mauer in Merklingen. Foto: privat

Wir erinnern uns noch, wie viel Freude die Merklinger mit ihren aktiven Schildbürgern hatten. Klaus Tscheres, sein Sohn Nick Tscheres und Wolfgang „Findus“ Fiedler haben die Merklingen-Buchstaben wieder aufgebaut. Jetzt soll die Mauer der Kapelle saniert werden.

Weil der Stadt - Wir erinnern uns noch, wie viel Freude die Merklinger mit ihren aktiven Schildbürgern hatten. Klaus Tscheres, sein Sohn Nick Tscheres und Wolfgang „Findus“ Fiedler haben zu Beginn des Jahres die von Vandalen zerstörten, schönen MERKLINGEN-Buchstaben wieder aufgebaut. Eine beispiellose Spendenaktion ist dabei entstanden, die in einer großen Hocketse endete – und die Narrenzunft hat spaßeshalber neckisch die Lettern „Weil der Stadt 2“ angebracht.

Das alles war vor einem halben Jahr – jetzt ist die Gruppe wieder aktiv geworden. „Die marode Mauer der Merklinger Wendelinskapelle soll wieder zu einem echten Schmuckstück werden“, erklärt Klaus Tscheres. Daher soll sie mit Unterstützung örtlicher Handwerker im Herbst wieder instand gesetzt werden. Das soll nur ein paar Tage dauern – dafür werden aber noch ein paar Mitstreiter gesucht.

Als besonders wichtig wird vom Mauerteam nach eigener Aussage auch die Mitarbeit im Bereich Logistik, also bei der kulinarischen Versorgung der Arbeiter erachtet. Sprich: Wer gut schafft, soll auch gut speisen. Daher gibt es am 28. August einen Helferstammtisch, um 19.30 Uhr im Landgasthof 1610. An diesem Abend sollen die Termine genau festgelegt und die Arbeiten organisiert werden. Auch hier gilt wieder das Motto von früher: „Netzt schwätza, macha!“ Ein Transparent dazu ist bereits erstellt (siehe Foto).

Merklingen ist selbstbewusst

Frei nach dem Motto der Facebook-Gruppe, die inzwischen fast 900 Mitglieder hat, ist man dabei selbstbewusst. Schließlich ist man stolzer Merklinger, und tut dies auch kund. „Auf der Erde leben mehr als sieben Milliarden Menschen. Nur zirka 5700 von Ihnen ist es vergönnt, in Merklingen zu leben“, schreiben sie als Wahlspruch für ihre Facebook-Präsenz.

Damit diese frohe Gruppe aktiver Menschen eine schöne Mauer an ihrer Wendeliskapelle hat, muss das alte Mauerwerk zunächst gereinigt, ausgebessert und gestrichen werden. Das ganze soll an einem Tag über die Bühne gehen, so der Plan. Auch der fleißige Mitstreiter Normen Roth hat sich zu den Schildbürgern gesellt.

Zugute kommt den Aktivposten, dass noch etwas Geld von der Schild-Spendenaktion übrig ist – im Überschwang haben die Einwohner des sympathischen Stadtteils nämlich „zu viel“ zugewendet. Nun aber braucht man durchaus noch in paar Euros, daher ist das Spendenkonto auch wieder geöffnet (siehe Infokasten).

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