Ein 18-Jähriger will am Stuttgarter Schlossplatz einer 57 Jahre alten Frau offenbar den Rucksack entreißen. Sie wehrt sich und kann den Tatverdächtigen in die Flucht schlagen. Weit kommt er allerdings nicht.
Die Polizeipräsenz auf dem Stuttgarter Weihnachtsmarkt hat offenbar eine abschreckende Wirkung: Seit der Eröffnung am 27. November hat es kaum nennenswerte Einsätze gegeben. „Es ist wirklich sehr ruhig in diesem Jahr“, sagt Polizeisprecherin Kara Starke. Unter anderem hatte eine Fünfjährige am vergangenen Donnerstag ihre Eltern im Trubel aus den Augen verloren. An der Hand des Kollegen ging es zum nächsten Polizeiposten, um dort die Eltern ausfindig zu machen. Noch bevor sie dort jedoch ankamen, gab es die erleichternde Wendung: Der suchende Vater wurde unterwegs entdeckt, entsprechend groß war laut Polizei die Erleichterung.
Nach knapp zwei Wochen Budenzauber hat sich am Montagnachmittag dann aber doch der erste strafrechtlich relevante Vorfall auf dem Weihnachtsmarkt ereignet. Als eine 57-jährige Besucherin gegen 14 Uhr im Eingangsbereich am Schlossplatz gerade ein Foto von sich machen ließ, soll ein 18-Jähriger versucht haben, die kurze Ablenkung zu nutzen und ihr den Rucksack von den Schultern zu reißen. Die Frau wehrte sich jedoch nach Kräften und hielt ihr Eigentum erfolgreich fest.
Tatverdächtiger versteckt sich hinter Bude
Gleichzeitig schrie sie um Hilfe und machte auch mehrere Polizeibeamte auf den flüchtenden Tatverdächtigen aufmerksam. Die Einsatzkräfte nahmen die Verfolgung auf und konnten ihn wenig später vorläufig festnehmen. Offenbar hatte sich der 18-Jährige hinter einem Weihnachtsmarktstand versteckt. Nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen setzten sie ihn wieder auf freien Fuß. Der Jugendliche kam nicht in Untersuchungshaft, weil offenbar keine entsprechenden Vorstrafen vorliegen.