Alles Handarbeit: Gestricktes von der Katholischen Gemeinde St. Johannes mit den Geschwistern Böhm Foto: Martina Fürstenberger

An den Ständen war am Samstag die Stimmung ausgezeichnet. Viele Besucher steuerten die Glühweinstände an.

Untertürkheim - In den vergangenen Wochen und Monaten ist in den Untertürkheimer Schulen, Kindergärten, Vereinen und anderen Gruppen viel gewerkelt, gebastelt und gebacken worden. Die Ergebnisse davon konnte man am Samstag beim Weihnachtsmarkt bewundern und kaufen. „Wir stricken das ganze Jahr über“, erzählen die beiden Damen, die für die katholische Gemeinde St. Johannes am Stand stehen. Neben Socken, Schals und Mützen gab es gestrickte Teelichthalter und lustige Mützchen für Pralinenpackungen. Der Verkaufserlös geht seit vielen Jahren an Projekte zur Förderung von Mädchen und Frauen in Guatemala und Indien. „Da hat sich in den vergangenen 20 Jahren schon viel getan.“ Für das Schullandheim, das in der 8. Klasse ansteht, wollen die Schülerinnen der Linden-Realschule ihr verdientes Geld verwenden. Dafür haben die Jugendlichen gerne selber Kuchen gebacken. Kinder und Eltern waren beim Waldkindergarten Astrid Lindgren aktiv. Mit den gesammelten Zapfen aus dem Wald wurden Zapfenkränze hergestellt, eine ausgediente Espressotasse wurde mit Fett und Körnern gefüllt und dient nun als Vogelfutterstation.

Tresorknacker gesucht

Auf Dekorationsartikel aus Holz hat sich die Flugsportgruppe Heinkel konzentriert, die Eltern der Wilhelmsschule haben fleißig Gutsle gebacken. Zweimal im Monat treffen sich die fünf Frauen des Handarbeitskreises Untertürkheim, um gemeinsam zu stricken, zu häkeln und zu nähen: Lammfellschuhe, Puppen, Stulpen, Brillenetuis und vieles mehr hatten sie im Angebot. „Mit meinen 78 Jahren bin ich die Jüngste“, erzählt Erika Herb lachend. Die Damen hatten ihren Stand in der Stadtkirche aufgebaut, die dieses Jahr wieder als Wärmstube diente. Das Angebot wurde von den Untertürkheimern gerne angenommen. „Wir haben 70 Kilogramm Maultauschen verkauft“, berichtet Pfarrer Martin Hug. „Und auch der Kuchen ist schon fast weg.“ Verschiedene Apfelsorten konnte man am Stand von Warths Hofladen verkosten. „Wir machen das dieses Jahr zum ersten Mal und es kommt gut an“, so Thomas Warth, der gerne die Unterschiede zwischen den Sorten erklärte. Schon Tradition hat das Nüsseschlagen bei der BW-Bank, und auch bei der Volksbank konnte man sein Glück versuchen – dort gab es einen Tresor zu knacken.

Treffpunkt auch für ehemalige Untertürkheimer

Viel los war an den Glühweinständen auf dem Markt. Die Weinmanufaktur schenkte in der Widdersteinstraße Weine aus. Passend dazu gab es von den Landfrauen aus Ober- und Untertürkheim Salzkuchen. „Der Weihnachtsmarkt ist ein beliebter Treffpunkt für die Menschen, die hier wohnen, und auch für ehemalige Untertürkheimer“, hat Klaus-Dieter Warth vom IHGV festgestellt. „Da spielt das Wetter keine so große Rolle.“

Auf der Bühne zeigten unter anderem die Kinder der SportKultur Stuttgart einen Tanz in Schneemann-Kostümen. Die Schulchöre traten ebenso auf wie die Chorgemeinschaft und der Gospelchor. Feierliche Stimmung kam bei den Liedern des Musikvereins und des Posaunenchors auf. Mit einer Abendandacht in der Stadtkirche wurde das Ende des Weihnachtsmarktes eingeläutet.

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