Weihnachtliche Atmosphäre und gute Stimmung genossen die Besucher auf dem Dagersheimer Weihnachtsmarkt. Foto:  

Der Weihnachtsmarkt in Dagersheim fand erstmals an zwei Tagen statt. Zudem gab es einen Mittelaltermarkt. Auch sonst lockten die Weihnachtsmärkte im Kreis zahlreiche Besucher an.

Schlendern, schlemmen und stöbern - das ganze Wochenende lang stand die Dagersheimer Ortsmitte im Zeichen des Weihnachtsmarktes. Es war die 30. Auflage der Traditionsveranstaltung und nicht nur deswegen eine ganz besondere. Denn gleichzeitig bildete der Markt den stimmungsvollen Abschluss der Feierlichkeiten zum 950-Jahr-Jubiläum der Böblinger Teilgemeinde. Deshalb fand der Dagersheimer Weihnachtsmarkt erstmals zweitägig statt und unter den 44 Ständen befand sich ein gutes halbes Dutzend des erstmals integrierten Mittelaltermarkts. „Das halbe Dorf ist auf den Beinen“, ging der besondere Dank von Ortsvorsteher Hendrik Queck nicht nur an die zahlreichen Besucher, sondern auch an die weit mehr als 100 Helferinnen und Helfer im Auf- und Abbau und bei der Durchführung selbst.

 

Es ist vor allem das lokale Flair, das den Dagersheimer Weihnachtsmarkt seit jetzt drei Jahrzehnten ausmacht. Unter Leitung des Organisationstrios aus Martin Pressmar, Steffen Rothfuss und Swen Scharnow haben vor allem die örtlichen Vereine auch in diesem Jahr eine attraktive Veranstaltung auf die Beine gestellt. „Waffeln, Glühwein, gebrannte Mandeln und Tannengrün - es duftet nach Weihnachten“, bemerkte Hendrik Queck mit einem sichtlich zufriedenen Gesichtsausdruck.

Die Anziehungspunkte reichten von der „Anglerhütte“ der Schwippeangler gegenüber der Kirche bis hin zum Stand mit den Jubiläumsartikeln vor dem Bezirksamt. Dazwischen warteten die Stände des Mittelaltermarktes mit Schuhmacher, Kräuterweib oder traditionell geknüpften Seilen, Feuerschau und Gaukler sowie den Mitmachangeboten Kerzenziehen und Axtwerfen auf.

Massive Poller für die Sicherheit

Dazu kam ein abwechslungsreiches Rahmenprogramm. Der Harmonika-Club Dagersheim trat genauso auf wie der örtliche Liederkranz, der Posaunenchor oder die Feuerwehr-Musikkapelle. Gleich zweimal präsentierte am Samstagnachmittag das Jubiläums-Maskottchen „Dagoldi“ das Kinderlied „Dagoldi aus Dagersheim“. Für die jüngeren Gäste gab’s außerdem Karussell, Streichelzoo mit Schafen, die Weihnachtsbäckerei und natürlich süße Leckereien aus dem großen Sack vom Nikolaus. Und wer zwischendurch ein wenig Ruhe suchte, der war in der „Kirche der Stille“ am Samstagnachmittag genau richtig. Zum 30. friedlich-fröhlichen und immer von guter Gemeinschaft geprägten Weihnachtsmarkt trug das geprüfte Sicherheitskonzept bei.

Zwar mit den massiven temporären Pollern an den Ein- und Ausfahrten des Platzes zwischen Kirche und Zehntscheuer auch in den Augen des Ortsvorstehers nicht unbedingt schön, aber leider heutzutage unabdingbar. „Wir haben alles getan, was notwendig war, für die Sicherheit der Bürger“, unterstrich Hendrik Queck, beim dritten örtlichen Weihnachtsmarkt, den er selbst als Ortsvorsteher verantwortete.