Auch kleine Weihnachtsmärkte wie das Weihnachtswunder in Bernhausen, hier ein Archivbild, locken Besucher an. Foto: Guenter E. Bergmann

Große Weihnachtsmärkte wie in Stuttgart haben umfangreiche Sicherheitskonzepte – wie sieht das bei den kleineren, lokalen Märkten aus?

Die Zeit der Weihnachtsmärkte ist wieder da. Und auch wenn sich die meisten Menschen auf Glühwein, Waffeln und geselliges Zusammensein freuen, so stellen sich doch einige die Frage, wie sicher Weihnachtsmärkte eigentlich sind – gerade nach Vorfällen wie in Magdeburg. Auf großen Märkten wie in Stuttgart oder Esslingen wird in mobile und feste Absperrungen sowie Poller investiert, und Polizeistreifen sind auf dem Weihnachtsmarkt unterwegs. Aber wie sieht das auf den kleineren Weihnachtsmärkten auf den Fildern aus?

 

Man sei dafür selbstverständlich sensibilisiert, heißt es von der Stadt Leinfelden-Echterdingen. Zuständig für ein Sicherheitskonzept sei zuerst der Veranstalter des jeweiligen Weihnachtsmarkts, dieser erstelle ein solches und passe es dann in Abstimmung mit allen Beteiligten an. „Im Sicherheitskonzept wird auch die Notwendigkeit der Einrichtung von Zufahrtsschutzsperren oder des Einsatzes von Sicherheitspersonal geprüft“, heißt es dazu. Die Polizei habe dabei ebenfalls eine beratende Funktion, und die Kommune prüfe mit ihr das Gefährdungspotenzial. Allerdings gehe es immer um die Verhältnismäßigkeit: Die Weihnachtsmärkte in Leinfelden-Echterdingen sind kleinere Veranstaltungen, mit deutlich weniger Besucherzahlen als beispielsweise die Stadtjubiläumsfeiern in diesem Jahr oder auch das Krautfest, das jedes Jahr im Oktober stattfindet. „Nach aktueller Einschätzung sehen wir keinen Bedarf für ein so umfangreiches Schutzkonzept.“

Weihnachtsmärkte auf den Fildern: „Keine gesonderte Gefahrenlage“

Ähnlich sieht man das in Filderstadt. Während die Weihnachtsveranstaltungen, wie etwa der Treff unterm Weihnachtsbaum in Sielmingen oder der Plattenhardter Weihnachtsmarkt, für die Filderstädter von großer Bedeutung sind und gerne besucht werden, haben sie keinen „regionalen oder überregionalen Bezug“. Soll heißen: Es kommen kaum Besucher von außerhalb. „Aktuell wird für Filderstadt keine gesonderte Gefahrenlage gesehen, sodass diese Veranstaltungen mit den bewährten Konzepten der Vergangenheit durchgeführt werden können“, so Jan-Stefan Blessing, der Chef des Ordnungsamts.

Diese „bewährten Konzepte“ behandeln natürlich dennoch das Thema Sicherheit – denn ohne die geht es heute bei keiner Veranstaltung, egal ob groß oder klein. Am Nikolaussamstag, 6. Dezember, findet beispielsweise das „Weihnachtswunder“ rund um die Jakobus-Kirche in Bernhausen statt. Es ist ein kleiner Weihnachtsmarkt mit verschiedenen Ständen, außerdem sind Aktionen auf dem Kirchengelände geplant, beispielsweise Geschichten-Erzählen am Lagerfeuer oder ein Gospelkonzert. „Das Sicherheitskonzept wurde auch dieses Jahr mit dem Ordnungsamt der Stadt Filderstadt in enger Zusammenarbeit abgestimmt und angepasst“, sagt Hajo Zimmermann vom Evangelischen Jugendwerk Bernhausen, dem Veranstalter. Es gebe ein Zufahrtskonzept, das Deutsche Rote Kreuz (DRK) unterhält eine Sanitätsstation, und Ordner sind auf dem Gelände unterwegs.