Bestellen kann man das Weihnachtsmenü bis 21. Dezember. Foto: Kriebernig

Wie schmeckt ein Weihnachtsmenü aus dem Weckglas? Wie stressfrei ist die Zubereitung und was kostet es? Wir haben das vegetarische Menü der Speisekammer West getestet.

Zu Weihnachten wird häufig groß aufgekocht – doch wer nicht stundenlang in der Küche verbringen möchte, kann sein Festessen auch bestellen oder liefern lassen und es zu Hause nur noch aufwärmen. Für unseren Kochboxentest haben wir vier Weihnachtsmenüs aus Stuttgart und der Region getestet – einmal mit Fleisch, mit Fisch, vegan und vegetarisch.

 

Was kann das Weihnachtsmenü aus der Speisekammer West?

Das Menü gibt es in der Form seit der Corona-Pandemie. „Damals hatten wir jede Menge Menüs: Muttertag, Valentinstag und eben auch Weihnachten“ erzählt Betreiberin Dorit Münzer-Bock. Das Weihnachtsmenü sei geblieben, weil sich ihre Gäste auch nach der Pandemie danach erkundigt hätten. Das vegetarische Menü kostet 55 Euro, das mit Fleisch 63 Euro. Bestellen kann man es bis 21. Dezember.

Wie klappte die Abholung? Wie nachhaltig ist die Verpackung?

Die Abholung im Restaurant läuft reibungslos. Jedes einzelne Gericht ist nachhaltig in Weckgläsern verpackt und kommt in einer grüner Box, die perfekt ins Lastenrad passt. Auch zu Fuß könnte man sie problemlos transportieren. Zusätzlich zum vegetarischen Menü hat Dorit Münzer-Bock netterweise noch die Version mit Fleisch zum Testen bereitgestellt. Sie erklärt kurz die einzelnen Schritte und legt noch zwei hübsche Holzanhänger für den Christbaum in die Box. Es ist schließlich eine Weihnachtskochbox.

Dorit Münzer-Bock erklärt die einzelnen Schritte. Foto: Kriebernig

Wie ist das Rezept und die Anleitungen?

Die Anleitung für das Drei-Gang-Menü passt auf eine DIN-A4-Seite und ist total einfach.Die Weckgläser müssen entweder für 45 oder 60 Minuten bei 100 Grad in den Backofen. Zwei Komponenten des Menüs wandern in zwei Pfannen – das war es schon.

Alle Komponenten kommen in Weckgläsern. Foto: Kriebernig

Wie lange hat es gedauert?

Da man alles zusammen in den Ofen stellt und nur kurz am Herd arbeitet, dauert es etwa eine Stunde, bis das aufgewärmte Essen auf dem Tisch steht. Aktiv muss man nur die Gummiringe und Klammern der Weckgläser entfernen, den Ofen temperieren und zwei Komponenten – die Waldpilzknödelscheiben und den Rosenkohl – anbraten.

Ein Backofen, zwei Pfannen: Fertig ist das Weihnachtsmenü der Speisekammer West. Foto: Kriebernig

Wie ist die Qualität der Zutaten und wie schmeckt es? Wie sind die Portionen?

Los geht es mit einer wunderbar samtenen Maronencremesuppe mit gerösteten Haselnüssen. Besonders die süßlichen Nüsse geben der goldbraunen Suppe noch eine weitere weihnachtliche Note. Man könnte noch eine zweite Portion der Suppe essen, so wärmend und köstlich ist der erste Aufschlag. Anzurichten ist dieser Gang ganz einfach.

Die Maronencremesuppe mit gerösteten Haselnüssen. Foto: Kriebernig

Hauptgericht

Zum vegetarischen Hauptgang gibt es Waldpilzknödel mit gebratenem Rosenkohl, würziger Veggie-Jus und mariniertem Rotkraut. Während die Jus im Ofen erwärmt wird, muss sich das knackige Rotkraut auf Zimmertemperatur erwärmen. Das geht gut von alleine. In der Zwischenzeit kommen die Knödelscheiben mit etwas Fett in eine Pfanne. Der Rosenkohl ist schon gewürzt und gut geölt und muss nur noch etwas Farbe bekommen. Die einzige Herausforderung ist das Anrichten: Bloß nicht mit der Jus kleckern!

Waldpilzknödel mit gebratenem Rosenkohl, würziger Veggie-Jus und mariniertem Rotkraut. Foto: Kriebernig

Noch einfacher lässt sich das Fleisch-Hautgericht zubereiten: Die unfassbar zart geschmorte Roulade vom Hohenloher Bio-Rind mit Rotkraut, Birnenchutney und Spätzle kommen aus den aufgewärmten Weckgläsern auf den Teller.

Roulade vom Hohenloher Bio-Rind mit Rotkraut, Birnenchutney und Spätzle. Foto: Kriebernig

Dessert

Während man den Hauptgang isst, darf sich das Zwetschgenkompott im noch lauwarmen Ofen an der verbliebenen Hitze erwärmen. Dazu wird ein Lebkuchenmousse mit Minzblatt im Weckglas serviert. Die säuerliche Note der Zwetschgen passt perfekt zum cremigen Mousse. Ein schöner Abschluss des 3-Gänge-Menüs aus der Speisekammer West.

Zum Abschluss ein Lebkuchenmousse mit leckerem Zwetschgenkompott. Foto: Kriebernig

Was ist besonders?

Die einzelnen Komponenten sind perfekt portioniert, kein Sößlein und kein Kompott bleiben übrig, alle werden satt. Man schmeckt die Expertise und die hochwertigen Lebensmittel: Die Zutaten aus der Speisekammer West stammen alle aus kontrolliert biologischem Anbau.

Besonders ist auch, wie wenig Arbeit man mit dem Menü hat und wie kinderleicht die Anleitung ist. Bei zwei Personen ist der Ofen halbvoll mit Weckgläsern – für vier Gäste kann also ganz leicht zuhause aufgewärmt werden. Das Preis-Leistungsverhältnis muss man einfach leisten können. Selber kochen ist – keine Frage – die günstigere Alternative, denn für eine Familie mit fünf Personen am Weihnachtsabend liegt man schon bei knapp 300 Euro, wenn nur zwei die Fleisch-Version nehmen.