Die Innenstadt-Kirche ist voll: Hunderte hören der Predigt von Landesbischof Frank Otfried July zu. Foto: Lichtgut/Michael Latz

Am Morgen des ersten Weihnachtsfeiertags sind zahlreiche Menschen in den Gottesdienst in der Stuttgarter Stiftskirche gekommen. Der württembergische Landesbischof Frank Otfried July hat in seiner Predigt über Gottes Wort, Populismus und Wahrheit gesprochen.

Stuttgart - Am Morgen des ersten Weihnachtsfeiertags scheint es so, als ob sich all diejenigen, die über die Feiertage in Stuttgart geblieben sind, in der Stuttgarter Stiftskirche versammeln. Während die gesamte Stadt wie ausgestorben wirkt, reichen die Plätze in der großen Innenstadt-Kirche kaum aus für die Hunderten Gottesdienstbesucher.

Der württembergische Landesbischof Frank Otfried July bezieht sich in seiner Predigt auf die Bedeutung von Gottes Wort: „In den Krippenspielen am Heiligabend sieht man die bunte Welt des Evangeliums. Heute wollen wir auf das universelle Wort schauen, auf dem letztlich unsere gesamte Existenz aufgebaut ist.“

Weihnachten gelte als die Zusage von Gnade und Wahrheit

Weihnachten sorge für eine Klarheit der Verhältnisse: „Wir erkennen, dass wir uns nicht selbst konstruieren und erlösen können.“ In manchen Ländern würde Unrecht als Recht bezeichnet, Lüge als Wahrheit sowie Menschen zu Nummern und Objekten gemacht.

Hassreden populistischer Art verzerrten Gesichter genauso wie Rassismus, Antisemitismus oder ein Sich-Einmauern in eine selbstorganisierte und abgeschottete Welt. Jedoch bleiben die Welt und die Menschen nicht allein: „Gott kommt zu uns in seinem Wort – und das ist höher ist als jede Wahrheit“, sagte der Landesbischof. Weihnachten gelte als die Zusage von Gnade und Wahrheit. Und dies seien keine sogenannten „Fake-News“.

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