Die Bali-Urlauberin wird zu einer Haftstrafe von sechs Monaten verurteilt. Foto: dpa

Weil ihr Visum abgelaufen war, sollte eine britische Bali-Touristen Strafe zahlen. Das regte sie scheinbar so auf, dass sie einen Beamten ohrfeigte. Jetzt wurde sie zu sechs Monaten Haft verurteilt.

Jakatar - Auf der indonesischen Urlauberinsel Bali ist eine britische Touristin am Mittwoch zu sechs Monaten Haft verurteilt worden, weil sie einen Beamten am Flughafen ins Gesicht geschlagen hatte.

Die 43-Jährige hatte sich im Juli vergangenen Jahres darüber empört, dass sie bei der Ausreise wegen zu langen Aufenthalts umgerechnet 3500 Euro Strafe zahlen sollte. Ihr Visum war abgelaufen. Daraufhin beschimpfte sie den Beamten der Einwanderungsbehörde und verpasste ihm schließlich eine Ohrfeige.

Die Touristin will Berufung einlegen

Die Szene war von einer Überwachungskamera aufgenommen worden und verbreitete sich dann im Internet.

Das Gericht sprach die Frau nach Angaben der staatlichen Nachrichtenagentur Antara nach kurzem Prozess schuldig. Die Staatsanwaltschaft hatte sogar ein Jahr Gefängnis gefordert. Die Britin kündigte sofort nach dem Urteil an, in Berufung zu gehen. Die Nachrichtenagentur zitierte sie mit den Worten: „Das akzeptiere ich nicht. Ihr seid alle korrupt.“

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