Wegen Mordes an Kim Wall vor Gericht Psychiater empfehlen Sicherungsverwahrung für Peter Madsen

Von red/dpa 

Peter Madsen in seinem U-Boot Nautilus Foto: AP
Peter Madsen in seinem U-Boot Nautilus Foto: AP

Der Mordprozess gegen den dänischen Erfinder Peter Madsen nähert sich dem Ende. Am Montag ist ein rechtsmedizinisches Gutachten verlesen worden.

Kopenhagen - Psychiater halten den wegen Mordes angeklagten dänischen Erfinder Peter Madsen für so gefährlich, dass sie empfehlen, ihn auf unbestimmte Zeit ins Gefängnis zu schicken. Es müsse angenommen werden, dass er eine Gefahr für Leben und Gesundheit anderer Menschen sei, las der Staatsanwalt am Montag vor Gericht aus einem rechtsmedizinischen Gutachten vor. Für den Fall, dass ihn das Gericht für schuldig befindet, werde Sicherungsverwahrung empfohlen. Das ist in Dänemark eine zeitlich unbegrenzte Strafe, die aber regelmäßig überprüft wird. Im Durchschnitt sitzen Sicherungsverwahrte knapp 15 Jahre im Gefängnis - ähnlich wie zu lebenslanger Haft Verurteilte.

Madsen ist angeklagt, die schwedische Journalistin Kim Wall in seinem U-Boot brutal gefoltert, getötet, die Leiche zerstückelt und dann über Bord geworfen zu haben. Der Erfinder selbst weist den Mordvorwurf zurück und beschreibt ein tragisches Unglück im Inneren seines selbstgebauten U-Bootes. Das Urteil wird für diesen Mittwoch erwartet.

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