Präsident Wladimir Putin hat die abgesagte Parade neu datiert. (Archivbild) Foto: dpa/Alexei Druzhinin

Eigentlich feiert Russland den Sieg über Nazi-Deutschland immer schon am 9. Mai mit einer großen Militärparade. Aufgrund der Corona-Pandemie verlegt Wladimir Putin die Feierlichkeiten jetzt nach hinten.

Moskau - Russland wird die wegen der Corona-Pandemie abgesagte Militärparade zum 75. Jahrestag des Siegs über Hitler-Deutschland am 24. Juni nachholen. Präsident Wladimir Putin teilte das am Dienstag nach einer Videokonferenz mit Verteidigungsminister Sergej Schoigu mit. „Wir werden das am Tag der legendären, historischen Siegesparade von 1945 machen“, erklärte Putin die Wahl des Termins.

Traditionell findet die Parade am 9. Mai auf dem Roten Platz in Moskau statt. Zum diesjährigen Ereignis hatten der französische Staatspräsident Emmanuel Macron und der indische Ministerpräsident Narendra Modi ihre Teilnahme zugesagt gehabt. Doch am 16. April sagte Putin die Siegesfeier ab, da die Corona-Pandemie noch nicht ihren Höhepunkt überschritten habe und die Risiken deshalb „extrem hoch“ gewesen seien.

Am Dienstag erklärte der Präsident, die Infektionswelle habe „nach Angaben von Spezialisten“ ihren Höhepunkt in Russland überschritten. Er habe Schoigu beauftragt, die Sicherheit bei der Parade am 24. Juni zu gewährleisten und Infektionsrisiken zu minimieren.

Seine Entscheidung kam an einem Tag mit einer Tagesrekordzunahme mit dem Coronavirus gestorbener Menschen in Russland. Die 174 Toten vom Dienstag brachten die Gesamtzahl seit dem Ausbruch auf 3807. Die Zahl der Coronavirus-Fälle insgesamt ist mit mehr als 360 000 die dritthöchste nach den USA und Brasilien weltweit.

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