Der Blutritt in Weingarten hat Tradition, dieses Jahr wird es durch die Corona-Pandemie aber etwas anders (Archivbild). Foto: dpa/Felix Kästle

Der Weingartener Blutritt ist eigentlich eine der größten Reiterprozessionen Europas. Doch zu Corona-Zeiten läuft die Veranstaltung anders ab als sonst: Die Feierlichkeiten sollen vor allem im Internet übertragen werden. Aber halten sich alle daran?

Weingarten - Eine Art Miniaturversion des traditionellen Blutritts können Zuschauer am Freitag (7 Uhr) im Internet verfolgen. Nach Angaben der Stadt Weingarten (Kreis Ravensburg) wird die Heilig-Blut-Reliquie auf dem abgesperrten Vorplatz der Basilika an Dekan Ekkehard Schmid übergeben – und das Geschehen live auf der Plattform Youtube übertragen. Im Anschluss soll ein Festgottesdienst mit nur wenigen zugelassenen Feiernden gezeigt werden.

Europas größte Reitprozession

Der Blutritt in Weingarten ist nach Angaben der Stadt eigentlich Europas größte Reiterprozession. Am Freitag nach Christi Himmelfahrt treffen sich dabei jährlich rund 2000 Reiter, 4000 Musiker und Zehntausende Pilger. Die Heilig-Blut-Reliquie wird dann hoch zu Ross durch die geschmückte Stadt und die angrenzenden Felder getragen. Wegen des Coronavirus war die Großveranstaltung in der ursprünglichen Form aber bereits im März abgesagt worden.

Einen kurzen Weg werden wenige Reiter mit der Reliquie aber auch in diesem Jahr zurücklegen. Um zu verhindern, dass zu viele Menschen am Wegrand stehen, werde die Strecke aber nicht offiziell bekannt gegeben, sagte ein Sprecher der Polizei. Die Beamten gingen davon aus, dass sich mögliche Zuschauer daher auch gut verteilen könnten. „Wir rechnen nicht mit besonderen Vorkommnissen.“

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