Will Stadtgeschichte für Besucher erlebbar machen: Christiane Sutter Foto: (z)

Die 39 Jahre alte Christiane Sutter ist seit 1. März für das Cannstatter Stadtmuseum beim Klösterle zuständig. Dort will sie erst einmal der Dauerausstellung besondere Aufmerksamkeit schenken.

Bad Cannstatt - Die Würfel sind gefallen: Die neue Leiterin der Stuttgarter Museumsfamilie, zu der auch das Stadtmuseum Bad Cannstatt beim Klösterle zählt, heißt Christiane Sutter. Die 39-Jährige hat zum 1. März die Aufgaben von Manfred Schmid übernommen, der sich im November des vergangenen Jahres nach 31 Jahren als Verantwortlicher für das Stadtmuseum in den Ruhestand verabschiedet hatte. Die Wahl der promovierten Kunsthistorikerin stand zwar schon seit einigen Wochen fest, konnte jedoch aus Kündigungsfristen nicht früher kommuniziert werden.

Seit gut drei Wochen ist Christiane Sutter nicht nur für das vor knapp zwei Jahren nach dem Umbau wiedereröffnete Stadtmuseum verantwortlich. In ihren Zuständigkeitsbereich fällt zudem das Hegelhaus in der Innenstadt, die Heimatmuseen in Plieningen und Möhringen sowie das Städtische Lapidarium. „Ich bin begeistert von dem ganz besonderen Charme, den vielfältigen Schätzen und spannenden Überraschungen, die jede einzelne Einrichtung der Museumsfamilie zu bieten hat“, zeigt sich 39-Jährige bereits nach wenigen Tagen von ihrem neuen Tätigkeitsfeld angetan.

Viel Erfahrung mit Stadtgeschichte

Neben der Leitung, Organisation und Koordination der einzelnen Einrichtungen wird sich Christiane Sutter natürlich auch um viele neue Projekte, Ausstellungen und Veranstaltungen kümmern. „Ich freue mich sehr darauf, mit der Museumsfamilie und ihrer großen Vielfalt an Themen zum einen das Altbewährte weiterzuführen, aber natürlich auch neue Wege zu beschreiten“.

Die promovierte Kunsthistorikerin sammelte nach ihrem Studium an der Universität Karlsruhe unter anderem im Historischen Museum der Pfalz in Speyer und dem Oberhausmuseum in Passau umfangreiche Erfahrungen mit stadtgeschichtlichen Themen und Ausstellungen. Zuletzt war Christiane Sutter am Technoseum, dem Landesmuseum für Technik und Arbeit in Mannheim, als Koordinatorin der ehrenamtlichen Mitarbeiter beschäftigt.

Die 39-Jährige hat auch schon erste Ziele genannt: Sie möchte bisher noch eher unbeachtete, spannende Kapitel der Stadtgeschichte recherchieren und sie für Besucher erlebbar machen. Im Stadtmuseum Bad Cannstatt will sie erst einmal der Dauerausstellung besondere Aufmerksamkeit schenken. Die neu gestaltete und preisgekrönte Schau „Panorama Cannstatt“, die im Obergeschoss zu einer abwechslungsreichen Spurensuche durch die Cannstatter Geschichte anregt, soll verstärkt in den Fokus der Besucher gerückt werden.

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