Im März 2016 freute sich Gabriele Reich-Gutjahr über ihre Wahl in den Landtag. Foto: Lichtgut/Verena Ecker

Die liberale Abgeordnete des Stuttgarter Filderwahlkreises will es bei einer Legislaturperiode bewenden lassen. Der Kreisvorsitzende Armin Serwani bedauert den Rückzug von Gabriele Reich-Gutjahr, sieht vor der Nominierung der Landtagskandidaten aber gute personelle Alternativen.

Stuttgart - Die Liberalen in Stuttgart müssen im Landtagswahlkreis Stuttgart 2 auf den Fildern die Kandidatur bei der Wahl im kommenden Jahr neu regeln. Die letztmalige Kandidatin und amtierende Abgeordnete Gabriele Reich-Gutjahr (62) will nach ihrer ersten Amtszeit im Landtag nicht wieder antreten. Sie habe sich die Entscheidung nicht leicht gemacht, erklärte sie in einer Pressemitteilung. Jetzt sei aber die Zeit gekommen, dem Privaten mehr Freiraum zu geben, nachdem sie bisher für die Politik und für den Beruf ihr Privatleben immer zurückgestellt habe.

Bei der Wahl im Jahr 2016 war Reich-Gutjahr, die in der Wirtschaft tätig war und als selbstständige Beraterin, mittels eines Zweitmandates in den Landtag eingezogen. Die FDP hatte mit ihr in diesem Wahlkreis 10,7 Prozent der Stimmen errungen, womit sie hinter den Grünen mit dem direkt gewählten Abgeordneten Winfried Hermann und der CDU lag, aber ein Zehntelprozent vor der SPD.

Der Kreisvorsitzende Armin Serwani bedauerte den Rückzug und würdigte Reich-Gutjahrs Arbeit. Für die Nachfolge stünden „einige geeignete Persönlichkeiten“ zur Verfügung. Die Nominierung der Stuttgarter Landtagskandidaten plane man für den 20. April. Dann wird wahrscheinlich auch die Jahreshauptversammlung der Stuttgarter FDP stattfinden. Sie sollte eigentlich am 23. März stattfinden, wurde aber wegen der Auswirkungen des Coronavirus verschoben. „Diese Entwicklung hat auch uns eingeholt“, sagte Serwani. Kreisvorstandssitzungen fänden neuerdings in Form von Video- oder Telefonkonferenzen statt.

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