Das Mineralbad Berg hatte schon bessere Zeiten: In der Nacht vom 11. auf den 12. Mai wurden durch den Schaden an einer Hauptwasserleitung vor dem Bad das Foyer sowie der Technikkeller geflutet. Foto: Blaulichtzentrale.de

Drama im Mineralbad Berg: Ein Wasserrohrbruch hat den Technikkeller über Nacht geflutet. Die Folgen sind verheerend, das Bad wird auf unbestimmte Zeit geschlossen.

Das Mineralbad Berg ist seit diesem Dienstag bis auf Weiteres geschlossen. Das ist vor dem Hintergrund der nahenden Sommersaison ein großer Schock für alle Fans des beliebten Stuttgarter Bades. Der Grund ist ein Wasserrohrbruch, der den Technikkeller vollständig unter Wasser gesetzt hat, was wiederum verheerende Folgen für die Maschinen dort nach sich zieht.

 

Alles geschah in der Nacht vom 11. auf 12. Mai: Die Hauptversorgungsleitung des Wassernetzes vor dem Mineralbad Berg platzte und flutete über das Foyer den besagten Technikkeller. Um der Situation Herr zu werden, musste besagte Leitung auf dem Vorplatz des Mineralbads erst in einer großen Feuerwehraktion freigelegt, dann das stehende Wasser abgepumpt werden. Der ganze Vorplatz hat sich binnen eines Tages in eine offene Baustelle verwandelt. „Das sind Bilder, auf die hätten wir verzichten können“, sagt Jens Böhm, Pressesprecher der Stuttgarter Bäder – und zeigt sich betroffen. „Es ist kein schöner Tag für uns und alle Fans des Bades.“

Auch unter den Mitarbeitenden herrscht Krisenstimmung, denn wie lange es dauern wird, bis das Bad wieder seinen Betrieb aufnehmen kann, ist unklar. „Wir sind mit den Netzen BW in ständigem Kontakt, tatsächlich Aufschluss geben kann aber erst ein Gutachter“, schildert Böhm die Situation. Und der wird vermutlich erst in den kommenden Tagen eintreffen.

Bis der Gutachter eingetroffen und seine Einschätzung gegeben hat, bleibt unklar, wie lange das Mineralbad Berg geschlossen sein wird. Foto: Blaulichtzentrale.de

Trotz unklarer Zukunftsaussichten gibt der Pressesprecher der Stuttgarter Bäder aber Entwarnung an die 36 Beschäftigten des Bades. „Es wird kein Mitarbeiter auf die Straße gesetzt werden“, verspricht er. Ob sie auf andere Bäder mit personellen Engpässen verteilt oder gar in einem Bad beschäftigt werden, das eigentlich hätte geschlossen bleiben müssen, steht aber noch in den Sternen. „So lang wir nicht wissen, wie lange das Bad geschlossen bleiben muss, können wir dazu noch keine Aussage treffen, aber wir machen uns natürlich Gedanken.“

Eine schnelle Wiedereröffnung des Bad Bergs ist unwahrscheinlich

Sicher ist jedoch, dass in den kommenden Tagen im Mineralbad Berg erst mal nichts geht. Denn die Maschinen, die im Technikkeller beschädigt wurden, sind im Zweifel nicht so schnell austauschbar, da sie Spezialanfertigungen sind, die extra für das Bad gebaut wurden. Wenn eine davon irreparabel beschädigt sein sollte, wird die Wiedereröffnung des Mineralbads auf sich warten lassen müssen.