Von 15. April an wird die Dietbachstraße wegen Kanalbauarbeiten zehn Wochen lang vollständig gesperrt. Foto: Steegmüller

Weil Netze BW eine neue Trinkwasserleitung verlegt, wird die Dietbachstraße von 15. April an zehn Wochen lang gesperrt Autos werden über die Fellbacher Straße umgeleitet und am Kreisverkehr in der Mettinger Straße eine Pförtnerampel aufgestellt.

Untertürkheim - Die Generalprobe im November war erfolgreich: Die Netze BW Wasser GmbH erneuert zurzeit die Haupttrinkwasserleitung, die vom Wasserbehälter in Rotenberg in Richtung Eszet-Steg und weiter in die Innenstadt führt. Um eine neue Trasse zu verlegen, hat das Versorgungsunternehmen von November bis Dezember die Dietbachstraße vollkommen gesperrt. In der Zeit konnten die Bauarbeiter das obere Teilstück der Dietbachstraße von der Fellbacher Straße bis zur Barbarossastraße fertigstellen. Ohne Störung durch den neben der Baugrube vorbeifahrenden Autoverkehr konnten die Baggerfahrer den zwei Meter tiefen Graben ausheben, die neuen Wasserrohre verlegen und anschließend die Fahrbahn neu asphaltieren. Der Verkehr wurde während der Bauzeit über die Straße Im Weingarten beziehungsweise über die Barbarossastraße und den Danielweg umgeleitet. Die Verkehrsbehinderungen waren gering, bestätigten die Bezirksbeiräte.

Leitung in neue Trasse verlegt

Nun steht der nächste Abschnitt in der Dietbachstraße an. Zwischen der Barbarossa- und der Fiechtnerstraße muss die Leitung in der neuen Trasse verlegt werden. In der Zeit kann der Verkehr nur weiträumig über die Fellbacher, Kappelberg- und Großglocknerstraße in Richtung Karl-Benz-Platz umgeleitet werden. In Richtung Fellbach müssen die Autofahrer über die Strümpfelbacher Straße und durch Luginsland fahren. Die Bezirksbeiräte befürchteten vor allem im Berufsverkehr Staus und Behinderungen. Die bisherigen Planungen sahen deswegen vor, dass die Dietbachstraße in den morgendlichen und abendlichen Spitzenzeiten nur halbseitig gesperrt wird. Der Verkehr würde durch eine Ampel geregelt. Von 9 bis 15 Uhr wäre die Dietbachstraße komplett gesperrt. Aus den guten Erfahrungen mit dem Verkehrsaufkommen im Dezember stellten die Verkehrsexperten dem Bezirksbeirat nun eine neue Variante vor: Die Dietbachstraße soll von 15. April bis 24. Juni komplett gesperrt werden. „In den zehn Wochen nutzen wir die verkehrsärmeren Oster- und Pfingstferien“, sagt Netze BW-Projektleiter Albert Geiger.

Dennoch bereitet der zusätzliche Verkehr durch die Umleitung am Kreisverkehr in der Mettinger Straße Probleme. Autos stauen sich bis in die Großglockner- und Kappelbergstraße. Dies bestätigten auch die Untersuchungen der Verkehrsgutachter. Das Problem: Autos, die aus Obertürkheim in den Kreisverkehr fahren, stoppen den Verkehrsabfluss aus der Großglocknerstraße. Deswegen unterbreiteten die Experten einen Vorschlag. Sie wollen in der Mettinger Straße etwa auf Höhe des Autohauses Krautter eine Pförtnerampel aufbauen. „Leerrohre liegen bereits“, so Geiger. Wenn mittels einer Kontaktschleife in der Großglocknerstraße ein längerer Stau registriert wird, schaltet dieses Lichtsignal einige Sekunden auf Rot. „Dadurch wird der Kreisverkehr leistungsfähiger werden“, so Geiger.

Parkdeckfahrt sperren

Bezirksbeirat Martin Glemser (Grüne) regte an, auch über die Sperrung der Parkdeckzufahrt nachzudenken. Die Idee werde geprüft. Denn die Bezirksbeiräte stimmten der Vollsperrung einstimmig zu. „Die Vorteile liegen auf der Hand“, meinten Glemser und Rosemarie Hoffmann (Freie Wähler). Die Baufirma benötigt bei der Vollsperrung nur ein Drittel der Zeit.

Bei der ursprünglichen Variante mit der halbseitigen Sperrung in den Hauptverkehrszeiten zögen sich die Bauarbeiten 24 bis 30 Wochen hin, Geiger kalkuliert nun mit zehn Wochen. Dadurch verringere sich auch die Belastung für die Anwohner, sagte Michael Marquardt (FDP). Zudem hat der Stadtbezirk einen weiteren Vorteil: Die Pförtnerampel bleibt nach Ende der Bauzeit stehen. Die Stadt kann sie weiterbetreiben.

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