Frischwasser wird in Ostfildern künftig teurer. Dagegen sinkt die Gebühr beim Niederschlagswasser um 30 Prozent. Das sind die Gründe.
Frischwasser wird in Ostfildern künftig teurer. Und auch die Gebühren beim Schmutzwasser steigen. Dagegen sinkt die Gebühr für das Niederschlagswasser gegenüber dem Jahr 2025. Für die neuen Gebühren, die am 1. Januar 2026 in Kraft treten, sprachen sich die Stadträte in ihrer Sitzung im Stadthaus einstimmig aus.
Die Stadtwerke Ostfildern sorgen im gesamten Stadtgebiet für die Versorgung mit sauberem Trinkwasser und die zuverlässige Ableitung des Abwassers. Um die gestiegenen Kosten aufzufangen, und um damit die Wasserversorgung in der Stadt mit 40 000 Einwohnern langfristig zu sichern, werden die Gebühren regelmäßig neu berechnet.
Ein Kubikmeter Frischwasser kostet künftig 3,27 Euro netto (2025: 3,18 Euro) beziehungsweise 3,50 Euro brutto (3,40 Euro). Darin enthalten sind sieben Prozent Umsatzsteuer. Auch die Abwassergebühren werden zum Jahresbeginn angepasst. Ein Kubikmeter Schmutzwasser kostet ab 2026 2,35 Euro netto (2025: 2,13 Euro).
Wegen Überschüssen: Niederschlagswasser kostet weniger
Positive Nachrichten gibt es dagegen, was die Gebühr für Niederschlagswasser betrifft. Diese richtet sich nach der Größe der versiegelten Fläche eines Grundstücks, und beträgt künftig 64 Cent pro Quadratmeter (bisher: 92 Cent). Wie kommt es zu dieser deutlichen Reduzierung um 30 Prozent? Die Niederschlagswassergebühr für 2025 beträgt 0,92 Euro pro Quadratmeter versiegelter Fläche. „Der Grund hierfür sind Überschüsse aus den Vorjahren, die jetzt verrechnet werden und sich damit positiv auf die Gebührenhöhe auswirken“, erläutert Ingo Maihöfer, der Geschäftsführer der Stadtwerke Ostfildern, diesen positiven Trend. Für Sonderfälle – etwa Abwasser aus Kleinkläranlagen oder geschlossenen Gruben – gelten ebenfalls angepasste Sätze.