Beide Bundesliga-Wasserballteams des SSV Esslingen kämpfen nach Niederlagen um Platz drei.
Bei den Bundesliga-Wasserballerinnen des SSV Esslingen ist der Traum der Wiederholung von Platz zwei der vergangenen Saison geplatzt, die Männer des Vereins müssen sich strecken, um in der B-Gruppe der Bundesliga Platz drei zu schaffen. Die Frauen verloren in der Halbfinal-Playoff-Serie nach der 8:10-Niederlage in Spiel eins gegen den SV Blau-Weiß Bochum auch in Bochum mit 5:9 und spielen nun ab dem kommenden Wochenende – zunächst auswärts – gegen Waspo Hannover um Rang drei. Die Männer haben das erste Spiel der Best-of-three-Serie um den dritten Platz bereits hinter sich und bei Bayer Uerdingen mit 17:20 verloren. Sie erwarten die Uerdinger nun am kommenden Samstag (16 Uhr) in Esslingen zum zweiten Spiel.
Esslingens Teammanagerin Iris Schneider war nach dem Aus im Halbfinale enttäuscht, aber nicht geknickt. „Es waren knappe Spiele. Wir waren nicht viel schlechter, aber die Chancenauswertung war nicht gut – wir haben kein Tor aus einer Überzahlsituation gemacht und sämtliche Fünfmeter verworfen“, erklärte sie und wies darauf hin, dass der SSVE-Tross angesichts von drei Ausfällen nur aus zehn Spielerinnen bestand. „Die Teamleistung war aber insgesamt besser als im ersten Spiel“, sagte Schneider – und blickt schon auf die kommende Aufgabe: „Wenn wir jetzt gegen Hannover nicht gewinnen, wäre ich schon enttäuscht.“ Rang drei in der Endabrechnung jedenfalls würde ebenfalls eine ordentliche Saison für die Esslingerinnen bedeuten.
Auch Esslingens Männer-Trainer Miklos Barothy war hin- und hergerissen zwischen Enttäuschung und partieller Zufriedenheit: „Es war nicht schlecht. Wir haben 17 Tore geschossen und 20 bekommen – das Problem lag in der Abwehr“, sagte er, lobte aber vor allem die Einstellung der Mannschaft: „Positiv war, wie sich alle reingehängt haben.“ Denn die Esslinger wollen unbedingt den dritten Platz erreichen, um den Sprung in die Relegation zu schaffen. „Wir möchten uns mit dem Sechsten der A-Gruppe messen“, erklärt Barothy. In Spiel zwei gegen Uerdingen im heimischen Bad werden dann auch wieder der diesmal gesperrt fehlende Gergö Marnitz und Torhüter Denis Wildner dabei sein.
Die Partie war lange ausgeglichen. Meistens lagen die Uerdinger knapp vorne, Robin Rehm gelang dann jedoch der Treffer zur Esslinger 9:8-Führung – die Partrick Freisem aber wieder egalisierte. „Beim 9:9 im 4. Viertel bin ich im Kopf schon das Fünfmeterwerfen durchgegangen, aber dann haben wir noch dumme Gegentore bekommen“, erklärte Barothy – ärgerte sich kurz und bereitet nun die Mannschaft auf das Spiel am Samstag vor.
Im Finale der B-Gruppe hat derweil der SV Cannstatt die erste Begegnung gegen SSVE-Bezwinger SV Krefeld knapp mit 10:9 gewonnen.
SSVE-Frauen in Bochum: Sekulic; Reutter, Kleisch, Schafft, Petiki (1), Tomica, Gronih, Wellensiek, Haas (3), Indlekofer (1).
SSVE-Männer in Krefeld: Saracut; Szöke (2), Leibfarth, Finkes (3), Mokos, Petikis (2), Robin Rehm (6), Simon Rehm, Hillmer, Papadopoulos (2), Nèmeth, Keresztes (2).